Wieder vor Essen – 1:1 gegen Wattenscheid reicht

Zum Saisonabschluss ein Unentschieden

Mit einem 1:1 (1:1) gegen die SG Wattenscheid beendete der SC Rot-Weiß am Sonntag die Meisterschaftsserie der Saison 2017/18. Am Ende steht der neunte Rang zu Buche. Die Abstände hinter Meister Uerdingen (Glückwunsch!) und Tabellenzweitem Viktoria Köln sind relativ knapp, vor allem ab Platz vier, und einmal mehr rangiert RWO vor RWE, was in der „klubinternen“ Betrachtungsweise nicht unwichtig ist.

Die neue „Revierkraft-Tribüne“ vor der Emscher bestand ihre erste Bewährungsprobe, bevor sie am kommenden Montag, 21. Mai, mit dem Endspiel um den Niederrheinpokal zwischen RWO und RWE so richtig „eingeweiht“ wird. „Der Sound ist super“, schwärmte Rechtsverteidiger Dominik Reinert, und auch für Besucher der Haupttribüne ergab sich eine völlig neue Klangfarbe. Kleines Manko: Noch ist vor der neuen Tribüne kein einziges Tor gefallen. Das wäre gegen Wattenscheid allerdings möglich gewesen, aber Tarik Kurt und Raphael Steinmetz vergaben in der zweiten Halbzeit der Partie beste Gelegenheiten, sich ins rot-weiße Geschichtsbuch einzutragen.

Mit 1:1 waren die Teams in die Pause gegangen, und das ging bis dahin absolut in Ordnung. RWO hatte nach starkem Beginn die wunderschöne Führung mit einer Kombination zwischen Philipp Gödde und Patrick Bauder mit finalem Pass auf Maik Odenthal und dessen Tor erzielt (9.). Leider aber vergaßen die Hausherren das Nachsetzen und ließen Wattenscheid mit der Zeit immer besser mitspielen. Und das stete Bemühen der Oberhausener, den Ball in den eigenen Reihen so lange wie möglich und auch auf Kosten diverser Quer- und Rückpässe zu halten, führte auf Dauer gesehen zu Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten. Eine davon nutzten die Westfalen. Als die komplette RWO-Abwehr nach innen rückte anstatt den ballführenden Spieler anzugreifen und den Raum abzudecken, sprintete der Ex-Oberhausener Steve Tunga Malanda entschlossen in die Lücke und netzte zum Ausgleich ein (39.).

Nach der Pause spielte RWO wieder mit mehr Zugriff auf das Match, hatte im Abschluss mehrfach Pech oder war zu überhastet, so dass das Siegtor nicht fallen wollte. Zudem war Wattenscheid nicht ungefährlich, überbrückte schnell das Mittelfeld und vergab gleichfalls Möglichkeiten. Also 1:1.


Aufstellung
RWO: Udegbe – Reinert, Jordan, Nakowitsch, Heber – Ben Balla, Bauder (81. Garcia) – Serdar (56. Fleßers), Odenthal – Kurt, Gödde (69. Steinmetz). Trainer: Terranova.
Bank: Wozniak (Tor), Langen, Lorch, Haas.

Wattenscheid: Scharbaum – Bingöl (69. Obst), Schneider, Clever, Langer – Glowacz, Tunga Malanda, Erwig-Drüppel – Boyamba (90. Kim), van Santen (77. Neustädter), Corboz. Trainer: Toku.
Bank: Sancaktar, Jakubowski, Demircan, Tumbul.

Tore:
1:0 (9.) Odenthal
1:1 (39.) Tunga Malanda.

Gelbe Karten:
Ben Balla
Bingöl, Tunga Malanda, Corboz, van Santen, Schneider.

Schiedsrichter:
Niklas Dardenne (Nettersheim) mit Peter Bonczel und Laura Dske an den Linien.

Zuschauer: 1825.

Stimmen
Farat Toku (Wattenscheid): Wir wollten unbedingt einen positiven Abschluss der Saison, und das ist mit dem einen Punkt gelungen. Nach dem frühen Rückstand haben wir fürs Spiel mehr getan als RWO. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit klaren Chancen auf beiden Seiten. Jetzt wünsche ich Mike Terranova und RWO alles Gute für das Endspiel und hoffe, dass RWO den Pokal holt.

Mike Terranova (RWO): Nach unserer frühen Führung haben wir nicht konsequent nachgesetzt und Wattenscheid kommen lassen. Zudem haben wir oft nicht klar genug gespielt und viele Bälle verloren. Das Gegentor ärgert mich wegen der vielen Fehler, die da gemacht worden sind. Nach dem Wechsel waren wir wieder besser im Spiel und hätten es entscheiden müssen. Aber unsere Konzentration galt dem Endspiel am nächsten Montag, da war uns letztlich auch der Tabellenplatz nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass wir keine neuen Verletzten haben. Die neue Tribüne macht einen sehr guten Eindruck, und ich sage: Am Montag werden wir den Pokal holen.

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