Das nächste Heimspiel gegen die U23 des 1. FC Köln

Wegrichtung Klassenerhalt!?

Vor dem Hinspiel der beiden Kontrahenten sah es noch richtig ungemütlich aus für die U23 des 1. FC Köln. Mit gerade einmal sechs Zählern fand man sich nach 12 Begegnungen auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Westfalia Rhynern, der TuS Erndtebrück oder der FC Wegberg-Beeck rangierten teilweise mit Abstand vor den Kölnern. Allerdings verliefen die Wochen zuvor nicht nur auf dem Fußballplatz ziemlich turbulent für den gesamten Verein und vor allen Dingen auch für das Team der 2. Mannschaft.

Der Herzinfarkt ihres Co-Trainers Uwe Fecht, der wenige Woche danach an den Folgen verstarb, versetzte Trainerteam und Mannschaft in eine Schockstarre. Die sowieso schon schlecht gestartete Saison geriet nach den dramatischen Ereignissen sportlich total aus den Fugen. Cheftrainer und Ex-Nationalspieler Patrick Helmes stellte nach dem Infarkt seines Co-Trainers und Freundes das Amt zur Verfügung.

Glücklicherweise arbeitete im eigenen Nachwuchsbereich ein Mann, der wie geschaffen für die Helmes-Nachfolge war: André Pawlak. Immerhin war der U17-Coach der „Geißböcke“ einige Monate zuvor mit dem KFC Uerdingen in die Regionalliga aufgestiegen und schaffte das in den Jahren zuvor bereits mit der SG Wattenscheid 09 und der SSVg Velbert.

Und ausgerechnet am Freitag, dem 13. Oktober, dem Tag der Beisetzung von Uwe Fecht, gab Pawlak seinen Einstand an der Seitenlinie der Kölner. RWO hieß der Gegner, der zum damaligen Zeitpunkt eigentlich einen ganz guten Lauf hatte. Mit hoher Laufbereitschaft und gutem Zweikampfverhalten verdienten sich die im wahrsten Sinne des Wortes "leidgeprüften Kölner" nach zweimaligem Rückstand ein 2:2. Hätte Robin Udegbe im RWO-Kasten kurz vor Schluss keine ganz famose Reaktion gezeigt, wäre der Pawlak Einstand zu 100 Prozent gelungen. Doch auch so ging es aufwärts. Konnte bis zu diesem Zeitpunkt nur Westfalia Rhynern bezwungen werden, bissen sich ab sofort auch Wuppertal, Uerdingen und der BVB die Zähne an den Kölnern aus. So konnte kurz vor Weihnachten der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen erheblich verringert werden.

Allerdings mussten die Kölner in der Winterpause den Abgang von Stürmer Michael Klauß zu den Stuttgarter Kickers verkraften. Dafür bekam Pawlak einige Nachwuchskräfte aus der 1. Mannschaft, da der neue Bundesligacoach Stefan Ruthenbeck seinen Kader etwas verkleinern wollte. Außerdem erfüllten die Verantwortlichen ihrem U23-Coach noch einen weiteren Wunsch. Zur Stabilisierung der Abwehr erhielt der zuletzt vereinslose Florian Hörnig einen Vertrag bis zum Saisonende. Hörnig war zuletzt für den Nachbarn Fortuna in der 3. Liga aktiv. 

So setzte sich der gute Lauf fort. Erst am vergangenen Wochenende schlug man Alemannia Aachen mit 3:2. Auch wenn man derzeit in der Tabelle mit Platz 14 noch ganz kurz über dem Abstiegsstrich rangiert, dürfte der Klassenerhalt am Ende gut zu schaffen sein.

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