3. Spieltag: Bor. M’gladbach U23 – RWO

Terranova: „Für uns bedeutet das viel Laufarbeit“

Für Rot-Weiß Oberhausen geht es am 3. Spieltag zur U23 von Borussia Mönchengladbach (FR, 09.08.19, 19:30 Uhr, Grenzlandstadion).

Mit einem Sieg können die Kleeblätter an den Jungfohlen vorbeiziehen. Nach einer 1:3-Auftaktniederlage gegen den SV Rödinghausen und dem 2:1-Sieg bei der SG Wattenscheid 09 belegen die Borussen aktuell den elften Tabellenplatz. Dann kommt aber auch schon der RWO, der aufgrund der ausgeglichenen Tordifferenz (+-0) vor der punktgleichen (1) Alemannia aus Aachen (-1 Tore) und dem SC Verl (-2) auf Rang 12 steht. Aber das wird kein Spaziergang. Das weiß auch RWO-Cheftrainer Mike Terranova: „Bei den Reserve-Teams weiß man nie, was einen erwartet. Auch wenn die Profis zeitgleich in Sandhausen im Pokal spielen, gehe ich davon aus, dass sich der eine oder andere Spieler von oben gegen uns präsentieren soll. Dementsprechend fahren wir mit dem nötigen Respekt dort hin.“

Die jüngsten Erinnerungen an das Grenzlandstadion fallen durchweg positiv aus. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr gab es dank der Treffer von Patrick Bauder, dem heutigen Sportlichen Leiter, und dem mittlerweile nach Duisburg abgewanderten Yassin Ben Balla einen 2:0-Erfolg für die Rot-Weißen. Doch nicht nur, weil die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel, wollen sich Terranova und sein Team darauf nicht ausruhen. Auch ein möglicher Reife-Vorteil (gegenüber dem Gladbacher Durchschnittsalter von 20,9 Jahren sind die Kleeblätter im Schnitt fast 4,2 Jahre älter) blendet „Terra“ nicht. Viel mehr freut sich der Fußballlehrer über die Angebote seiner Schützlinge unter der Woche: „Jeder will unbedingt spielen. Das merkt man den Jungs im Training an. Da geht es mit Vollgas zur Sache. Das ist gut. Außerdem haben im Pokal einige Spieler wie Tarik Kurt mit seinem Sechserpack die richtige Reaktion gezeigt. Das tut dem Team gut. Aber wir dürfen das Spiel nicht kopflos angehen. Wir müssen unbedingt konzentriert und fokussiert bleiben.“

Gleich drei Rot-Weiße könnten am Freitagabend eine Reise in die Vergangenheit erleben. Neben den beiden Torhütern Patrick Bade und Justin Hekeren streifte zuletzt Angreifer Giuseppe Pisano das Trikot mit der Raute über. Während Heekeren bereits 2017 in der Jugend die Seiten wechselte und Bade 2018 aus der U23 der Fohlen die Seiten wechselte zog der Italiener erst vor Beginn der laufenden Spielzeit nach und veränderte sich vom Borussia-Park in Richtung Lindnerstraße. Nach 213 Spielen und 67 Treffern entschieden sich die Verantwortlichen der Borussia, Pisano ziehen zu lassen. „Ich war vor dem Pokalspiel in Vohwinkel noch mit vier ehemaligen Teamkollegen zum Mittagessen“, verrät Pisano. „Das Verhältnis ist nach wie vor sehr gut. Es wird ein komisches Gefühl sein, nach dieser langen Zeit in die andere Kabine zu gehen.“ Um dann vielleicht das eine oder andere Tor gegen seine ehemaligen Kollegen zu erzielen, wenn er zum Zug kommt.

Verzichten muss Terranova lediglich auf die beiden Langzeitverletzten Tim Hermes und Philipp Gödde. Ansonsten stehen dem Oberhausener Trainer alle Spieler zur Verfügung. Die breite Palette braucht „Terra“ auch, denn er hat beide Spiele der Mannschaft von Ex-Bundesliga-Torjäger Arie van Lent vor Ort gesehen. „Es ist eine typische U23-Mannschaft, die sich jedes Jahr verändert. In dieser Saison geht es dort durch das Zentrum ab. Viele Dinge wollen sie von hinten heraus spielerisch lösen. Das bedeutet für uns viel Laufarbeit.“

Wenn diese stimmt, dürfen sich seine Jungs sicher wieder über drei Punkte freuen – wie fast auf den Tag genau vor einem Jahr.

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