RWO - Borussia Mönchengladbach 1:2

Spätes Tor entscheidet die 1:2-Niederlage der Kleeblätter

So hatte man sich bei Rot-Weiß Oberhausen den Auftakt in den Advent nicht vorgestellt: Nur eine Halbzeit lang schienen alle Wünsche in Erfüllung zu gehen, da stand es 1:0 für RWO gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach, am Ende aber nahmen die Gäste alle Punkte mit und hatten mit ihrem 2:1-Erfolg den Oberhausenern die vorweihnachtliche Stimmung gründlichst verdorben. Die kann wohl nur wiederhergestellt werden, wenn das Versprechen von Trainer Mike Terranova aufgeht: „Dann holen wir eben aus den beiden letzten Spielen des Jahres sechs Punkte.“

Ohne die Routiniers Patrick Bauder und Alexander Scheelen, dafür mit einigen Umstellungen in Abwehr und Mittelfeld wollte Terranova dem spielstarken, zuletzt aber ergebnisschwachen Gast begegnen, und das klappte anfangs ausgezeichnet. Schon in der 11. Minute jubelte RWO, nachdem der sehr emsige Philipp Gödde die dritte Flanke, die ihm Patrick Schikowski von links aufgelegt hatte, per Kopfball verwandelt hatte. Das sah bis dahin und auch noch weitere zehn Minuten lang sehr gut aus gegen gar nicht ins Spiel kommende Gladbacher, die allüberall auf rot-weißen Widerstand stießen und sich oft nur mit Gift und Galle wehren konnten. Manko der Oberhausener war dabei, dass sie den letzten Druck nicht machten, zwischendurch auch leichtsinnig mit der finalen Chance umgingen. Von Gladbach indes kam in der ersten Halbzeit offensiv rein gar nichts.

Dem munteren Match des ersten Durchgangs folgte ein flotter Auftakt in die zweite Hälfte, aber der versprühte wie eine Wunderkurze – hübsch anzusehen, ohne Wärme sprich: Wirkung. Den Gladbachern traute man auch nichts zu, aber Arie van Lent hatte seine Jungs in der Pause aufgerüttelt. Sie kombinierten flüssig gegen die im Zweikampf nachlassenden Oberhausener, und in der 55. Minute flankte Louis Ferlings unbehindert von links flach in den Strafraum, in dem sich Ba-Muaka Simakala ganz allein vor Robin Udegbe sah. So eine Chance nutzt er – 1;1! Simakalas Anwesenheit auf dem Platz war zuvor nur selten festzustellen gewesen, denn Jannik Löhden und/oder Felix Haas hatten ihn zur Unsichtbarket verurteilt. Jetzt hatte er sie genutzt.

Gladbach bekam nun Oberwasser und durch Aaron Herzog die zweite Torchance, aber Udegbe parierte den 20-m-Schuss mit mächtigem Sprung (69.). Die in Oberhausen nicht unbekannte 89. Minute brachte die Entscheidung: Marcel Bengers Freistoß von halblinks flog an mehreren Oberhausenern vorbei, und Abwehrmann Marco Komenda sandte zum 1:2 ein. Drei Chancen, drei Tore. Oberhausen war auch in Halbzeit zwei durchweg feldüberlegen, brachte aber so recht nichts zustande.

 

Statistik zum Spiel

Oberhausen: Udegbe – Heber, Haas, Löhden, Stojan – Topal (58. Lorch), Ben Balla, Odenthal (64. Scheelen), Garcia – Gödde, Schikowski (75. Kurt). Trainer: Terranova.
Bank: Wozniak (Tor), Bauder, Reinert, Nakowitsch.


Mönchengladbach: Nicolas – Benger, Rütten, Hoffmanns, Komenda – Kraus, Lieder, Herzog, Ferlings (58. Mustafic) – Feigenspan (77. Makridis), Simakala (90. Mayer). Trainer: van Lent.
Bank: Hiemer (Tor), Egbo, Tenbült, Strietzel.


Tore: 1:0 Gödde (11.), 1:1 Simakala (55.), 1:2 Komenda (89.).


Gelbe Karten: Heber, Scheelen – Nicolas, Simakala.


Schiedsrichter: Kevin Domnick (Mülheim) mit den Assistenten Dalibor Guzijan und Sebastian Lattberg.


Zuschauer: 1760.

Stimmen zum Spiel

Felix Haas (RWO): Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und hinten gar nichts anbrennen lassen. In der zweiten Halbzeit lassen wir zwei Chancen zu, was vor allem wie bei der zum zweiten Tor nicht passieren darf. Wir haben die Lufthoheit und lassen einen hohen Standard reinkommen. Das darf nicht passieren!


Alexander Scheelen (RWO): Wir hatten eigentlich alles im Griff, haben uns in der zweiten Halbzeit aber das Spiel aus der Hand nehmen lassen. Uns ist es nicht gelungen, nach vorne mehr Druck zu machen und Gladbachs Abwehr in Verlegenheit zu bringen.
Arie van Lent (Borussia-Trainer): Wir freuen uns richtig, mal wieder gewonnen zu haben. Dass RWO sehr heimstark ist, haben wir natürlich gewusst, und es war uns auch klar, dass wir jede Chance nutzen müsen, die sich bietet. Eigentlich waren wir die ganze Zeit über ungefährlich und wären mit einem Punkt vollkommen zufrieden gewesen. Aber jetzt freuen wir uns richtig, auch wenn der Sieg am Ende etwas glücklich war.


Mike Terranova (RWO-Trainer): Wir hatten uns viel vorgenommen und sind jetzt sehr enttäuscht. Trotz der vielen Umstellungen sind wir gut ins Spiel gekommen und früh in Führung gegangen, aber das zweite Tor ist nicht gefallen. Von beiden Seiten entwickelte sich zunehmend ein kampfbetontes Spiel, in dem Gladbach durch den Ausgleich frischen Wind bekam. Es ist eine bittere Niederlage für uns, und ich kann nur sagen: Aus den beiden letzten Spielen des Jahres holen wir sechs Punkte.

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