Der Fußball im Wirgebiet gegen Corona

Sechs Revierclubs versteigern gemeinsam Masken aus Vereinstrikots

Einmaliger Schulterschluss des Revierfußballs in der Coronakrise: Borussia Dortmund, Schalke 04, VfL Bochum, MSV Duisburg, RW Essen und RW Oberhausen rufen mit einer gemeinsamen Aktion ihre Fans auf, Schutzmasken zu tragen. Im Rahmen der vom Regionalverband Ruhr (RVR) und Partnern ins Leben gerufenen Initiative „Hier ist das Wirgebiet“ lassen die Clubs limitierte Maskeneditonen versteigern, die aus echten Trikots geschneidert wurden. Damit setzen die Vereine der Metropole Ruhr ein Zeichen des Zusammenhalts und werben für die weitere Beachtung der Hygieneregeln – auch und gerade jetzt, wo der Spielbetrieb im Profifußball wieder aufgenommen wurde.

Fans der Traditionsclubs können ingesamt 660 Maskenunikate vom 28. Mai bis zum 10. Juni auf dem Auktionsportal United Charity ersteigern. Jede aus einem Originaltrikot gefertigte Mund-Nasen-Bedeckung ist mit einem Echtheitszertifikat versehen. Die Erlöse gehen an den Coronahilfsfonds „Wir im Revier“. So helfen die Proficlubs und der RVR Menschen im Ruhrgebiet, die durch die Coronapandemie finanziell in Not geraten sind.

Die wichtigste Nebensache der Welt für die wichtigste Hauptsache der Welt. Die Vereinslegenden Norbert Dickel (Dortmund), Martin Max (Schalke), Dariusz Wosz (Bochum), Joachim Hopp (Duisburg), Willi „Ente“ Lippens (Essen) und Mike Terranova (Oberhausen) treten als Botschafter der Aktion auf. Sie machen unter anderem in einem Onlinefilm auf die gemeinnützige Versteigerung der Trikotmasken aufmerksam, die das im Ruhrgebiet beheimatete Modelabel „Grubenhelden“ geschneidert hat.

„Menschen, die nicht aus dem Ruhrgebiet kommen, beneiden uns, die wir auf Kohle geboren sind, immer um den großartigen Zusammenhalt. Das ist etwas, was die Region, in der wir leben, für viele einzigartig macht. Da war es keine Frage, ob wir dabei sind, sondern: Was können wir tun?! Der Fußball allgemein hat schon immer eine besondere Strahlkraft. Die Region, der Sport, die besondere Situation – das alles verbindet uns in dieser schweren Zeit mit unseren Reviernachbarn aus Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum, Essen und Duisburg", sagt Cheftrainer Mike Terranova. "Wenn der Ball wieder rollt, sind wir in den Farben gerne wieder getrennt. Solange bleiben wir aber in der Sache vereint und nehmen den Kampf gegen den unsichtbaren Gegner auf – Schulter an Schulter – auch mit unseren sonstigen ‚Rivalen!“ führt Terranova aus.

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