In der Warteschleife

Saisonstatus: „ausgesetzt“ – RWO bittet Karteninhaber um Geduld

Am Mittwoch, 15. April, trat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Nation und verkündete wichtige strategische Änderungen im gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus. Nur einen Tag später trafen sich Peter Frymuth in seiner Funktion als Präsident des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) und der Vorsitzende des Verbandsfußballausschusses, Wolfgang Jades, zu einem Live-Stream-Interview unter der Leitung von FVN-Pressesprecher Henrik Lerch. Beide erklärten, was es für den Fußball am Niederrhein bedeutet, dass „keine Großveranstaltungen bis zum 31. August“ stattfinden dürfen, und dass die „Kontaktsperre bis zum 3. Mai verlängert“ wurde.

Die wohl wichtigste Aussage machte Jades, der unmissverständlich erklärte: „Dies ist noch nicht das Ende der Saison. Wir beratschlagen darüber aktuell noch. Da die Plätze bis zum 3. Mai gesperrt sind, ist es fast unmöglich, die Saison bis zum 30. Juni zu beenden. Insgesamt hat sich durch die neue Kontaktsperre bis zum 3. Mai die Situation verschärft. Daher ist es irgendwo schwierig sich vorzustellen, dass es noch weiter geht.“

Eine Aussage, bei der vor allem Dauerkarteninhaber ihre Fälle schwimmen sehen, denn bei Rot-Weiß Oberhausen hätten die Inhaber noch ein Anrecht auf drei ausbleibende Spiele im Stadion Niederrhein. Doch ob und wann die Heimspiele gegen Borussia Dortmunds U23, die Reserve des 1. FC Köln und gegen den SV Lippstadt über die Bühne gehen, steht demnach noch völlig in den Sternen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, ob bei einer eventuellen Austragung auch Zuschauer zugelassen werden.

„Für unsere Dauerkarteninhaber ist das eine ganz besondere Situation, weil sie quasi schon in Vorkasse gegangen sind, auch wenn sie laut Kaufvertrag bis zu sieben Spiele gespart haben. Aber abgemacht ist abgemacht“, betont RWO-Vorstand Hajo Sommers. „Da noch nichts klar ist und die Saison offiziell nur ‚ausgesetzt‘ ist, bitten wir alle Dauerkarteninhaber noch ein bisschen zu warten. Das ist nach jetzigem Stand die einzige Lösung, die der Verein zurzeit anbieten kann“, ist auch für den 61-Jährigen die aktuelle Situation keineswegs befriedigend. „Aber ich kann mir nach der Solidarität, die uns in den letzten Wochen widerfahren ist, zwar nur schwer vorstellen, dass auch nur ein echter Rot-Weißer unbedingt die drei Spiele ausgezahlt haben möchte“ glaubt Sommers, weiß aber auch: „Wir leben hier in einer Region, in der man auch mal seine Kröten zusammenhalten muss. Das können wir dann aber auch verstehen. Sollten die drei Spiele nicht mehr mit Publikum zustande kommen können sich auch alle sicher sein, dass wir allen Dauerkartenbesitzern ein Angebot machen werden, das sie nicht ablehnen können.“

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