14. NRW-Traditionsmasters

Rot-Weiß Oberhausen, die zweite Heimat

Im vergangenen Jahr gewann er mit Rot-Weiß Oberhausen das NRW-Traditionsmasters – und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Gleichzeitig ist er Athletiktrainer der Regionalliga-Mannschaft der Kleeblätter. Die Rede ist von Benjamin Schüßler. Für den 37-jährigen Magdeburger ist der Ruhrpott zum Lebensmittelpunkt geworden, RWO seine zweite Heimat.

An den Turniersieg beim vergangenen NRW-Traditionsmasters erinnert sich der ehemalige Mittelfeldspieler noch bestens. „Unser Team hatte im gesamten Turnier eine hohe Qualität.“ Der Sieg im Finale gegen die Traditionself von Schalke 04 war verdient. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Schüßler, „wir waren mit der alten Truppe der Malocher-Schicht dabei.“ Alles Spieler, mit denen er schon früher zusammenspielte.

Was es dann auch noch für ein Gefühl war, zum besten Spieler des Turniers gekürt zu werden? Zumindest kein allzu Besonderes, sagt er. „Das passiert mal.“ Herausheben will Schüßler das nicht.

Der Fußball hat sich verändert

Dass RWO über das gesamte Turnier frischer wirkte als seine Konkurrenten, könnte auch an Schüßlers Arbeit gelegen haben. Seit dem 1. Juli 2017 arbeitet er als Athletiktrainer der Regionalliga-Fußballer der Oberhausener unter Trainer Mike Terranova. Seine wichtigste Aufgabe lautet: RWO fit zu bekommen. „Ich habe ein Problem, wenn die Mannschaft nach 25 Minuten einbricht“, erklärt er lachend.

Der Fußball sei schneller geworden, sagt Schüßler. Es komme immer mehr auf die richtige Fitness, auf eine gute Athletik und auf eine hohe Grundschnelligkeit an. „Da hat sich der Fußball enorm gewandelt“, erklärt er. Aber auch eine gesellschaftliche Entwicklung lasse sich in den Mannschaften erkennen.

„Früher waren pro Team fünf Talente und viele erfahrene Spieler dabei“, sagt Schüßler. „Heute ist es andersrum. Die Talente werden viel früher ins kalte Wasser geworfen.“ Dementsprechend verändert hat sich auch der Umgang. „Früher flogen auch mal die Fetzen, da waren noch echte Typen dabei. Das gibt es heute nicht mehr so.“

Doch zurück zur These, dass auch Schüßlers Arbeit zum Turniersieg geholfen hätte: „Das wäre zwar schön, ist aber nicht so“, sagt der 37-jährige schmunzelnd. Dafür treffe sich die Traditionself der Kleeblätter zu selten. „Vielleicht einmal im Monat“, erklärt Schüßler. „Wir wollen es aber öfter. Aber wer weiß: Vielleicht klappt es ja öfter, wenn wir das Turnier erneut gewinnen sollten.“

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