Offener Brief von Aufsichtsratschef Hartmut Gieske

Mit Stärke und Gemeinschaft zum Ziel

Liebe Freunde des SC Rot-Weiß Oberhausen,

die letzten 48 Stunden haben unseren Verein kräftig durchgerüttelt. Ich möchte es in unserer Situation etwas anders formulieren und sage: „Für den Liga-Endspurt noch einmal wachgerüttelt und animiert, enger zusammenzustehen“. Die Art und Weise rund um das Bekanntwerden des Wechsels unseres Sportlichen Leiter Jörn Nowak zum östlichen Nachbarn haben nicht nur bei Ihnen für – ich drücke es mal freundlich aus – Verwunderung gesorgt. In den Foren und sozialen Medien, die wir selbsverständlich auch im Auge behalten, ist die Stimmungslage unter den Fans und Freunden des Vereins nach dem Bericht eines Internetportals von Mittwochmorgen mehr als deutlich abzulesen. Auch wir waren in den letzten Tagen sicher in der einen oder anderen Minute von unseren Gefühlen und Emotionen gesteuert. Aber wir müssen – und wir werden – uns auch in alle Richtungen professionell verhalten und verstehen das nicht negativ, sondern als „Hallo-Wach-Moment“. Wir haben nach gemeinschaftlichen Gesprächen zwischen den sportlich Verantwortlichen, dem Vereinsvorstand und meiner Person als Aufsichtsratsvorsitzendem mehr als einmal Pro und Contra der Situation aneinander gehalten und nach intensiven Diskussionen eine gemeinsame Marschrichtung ausgegeben. Wir sind der Meinung, dass das in dieser Situation das Beste für den Verein Rot-Weiß Oberhausen ist.

Aus diesem Grund appelliere ich an Ihre Vernunft, liebe Rot-Weiße! Jemand will uns im Aufstiegskampf einen Stock zwischen die Beine werfen und hofft, dass wir dadurch ins Straucheln kommen. Aber in den letzten Monaten ist in Oberhausen etwas entstanden. Man nennt es eine Einheit. Eine Verbindung zwischen Mannschaft und Fans. Eine Verbundenheit zwischen Rasen und Tribüne. Ein großes Ganzes!

Sie liebe RWO-Freunde und wir als Vereinsverantwortliche haben gemeinsam mit unseren Jungs in den kurzen Hosen ein Ziel: Den Aufstieg in die 3. Liga! Diesem Ziel müssen wir – solange alles noch möglich ist – alles unterordnen! Persönliche Interessen, individuelle Sanktionen, eigene Befindlichkeiten… Das alles darf in den kommenden fünf Wochen nicht größer sein, als der Wille, das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Nach Rücksprache mit unserem Cheftrainer Mike Terranova habe ich weiterhin vollstes Vertrauen in unsere Mannschaft und das Funktionsteam. Die Abteilung ist dermaßen intakt, dass kein Blatt dazwischen passt. Aber wir dürfen die Jungs mit ihrem Kampfgeist nicht allein lassen. Wir – und damit meine ich alle RWO-Freunde – müssen bereits am Sonntag damit anfangen, von der ersten bis zur letzten Minute bedingungslose Unterstützung auf die Beine zu stellen, denn da geht es nicht gegen einzelne Personen, sondern gegen die nach uns zweitstärkste Mannschaft der Rückrunde! Das wird kein Selbstläufer! Jeder Rot-Weiße ist jetzt gefragt! Die gute Stimmung der letzten Wochen und Monate darf jetzt keinesfalls kippen! Wir haben zwei Möglichkeiten: Entweder wir rücken nun noch enger zusammen und machen am Ende das Unmögliche möglich, oder wir lassen es zu, dass man uns schadet und stehen am Ende vor einem Scherbenhaufen. Den haben wir dann aber alle gemeinsam zu verantworten! Wenn Sie mich fragen, ich wäre eindeutig für Option eins!!! Wenn ich einfach nur daran denke, dass Spiele und Emotionen wie gegen Düsseldorf und Wuppertal oder in Wiedenbrück, Rödinghausen und Siegen einfach so für die Tonne sein sollen – Das will ich nicht! Und ich bin mir sicher, Sie auch nicht! Lassen Sie uns gemeinsam nach sieben Jahren endlich mal wieder Drittliga-Fußball in Oberhausen in Angriff nehmen!

Ich danke Ihnen im Namen des SC Rot-Weiß Oberhausen.

Herzlichst, Ihr

Hartmut Gieske
Aufsichtsratsvorsitzender

P.S.: Die Frankfurter Eintracht hat gestern Abend eindrucksvoll bewiesen, was eine große Einheit bewegen kann!

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