31. Spieltag: TV Herkenrath - RW Oberhausen 1:2 (0:1)

Maskierter Klaß sorgt mit Last-Minute-Treffer für versöhnliches Ende

Am 31. Spieltag der Regionalliga West konnte Rot-Weiß Oberhausen vor 219 Zuschauern in der BELKAW-Arena wieder einmal in aller letzter Sekunde einen Sieg feiern. Gegen den Tabellenletzten TV Herkenrath gewannen die Kleeblätter mit 2:1 (1:0).

Trainer Mike Terranova wechselte größtenteils zwanglos kräftig durch. Für den gelbgesperrten Jannik Löhden begann Nico Klaß mit einer Schutzmaske nach seinem Nasenbeinbruch. Yassin Ben Balla, Maik Odenthal, Francis Ubabuike und Philipp Gödde mussten auf der Bank Platz nehmen. Dafür standen Dario Schumacher, Cihan Özkara, Tarik Kurt und Alexander Scheelen, der sogar mit der Kapitänsbinde auflief, in der Startelf.

Die Aufgabe gegen die Truppe von Giuseppe Brunetto erwies sich direkt von Beginn an als sehr kompliziert. Die Kleeblätter kamen nur schwer in Tritt. Oft wurden lange Bälle in die Spitze geschlagen oder es wurde zu hektisch mit ungenauen Schüssen aus wenig aussichtsreichen Positionen versucht, den Herkenrather Schlussmann Tobias Kraus zu überwinden. Die bis dahin dickste Möglichkeit für die Rot-Weißen in der 35. Minute resultierte aus einer Unsicherheit von Herkenraths Torhüter, doch der Ball wurde von einem Verteidiger auf der Linie geklärt. Nur drei Minuten später schlug der Ball dann doch auf der richtigen Seite der Linie ein: Raphael Steinmetz prüfte Kraus erneut aus der Distanz, der abgewehrte Schuss landete bei Christian März, der keine Probleme hatte, den Ball zur 1:0-Pausenführung (38.) in die Maschen zu drücken.

Trotz der Führung war „Terra“ mit dem Auftritt in Durchgang eins nicht einverstanden und brachte mit Maik Odenthal für Tarik Kurt nicht nur frischen Wind ins Spiel, sondern auch eine andere Marschroute auf den Platz. Doch der Wechsel brachte nicht die erhoffte Stabilität in das bis dahin zerfahrene Spiel der Kleeblätter. Herkenrath wurde dagegen immer stärker und kam durch Baris Sarikaya (60.) und Mardochee Tchakoumi Essengue (64.) zu besten Chancen auf den Ausgleich. Allerdings stellte sich RWO-Torhüter Daniel Davari ein ums andere Mal in den Weg, hatte allerdings schon mehrere Sorgenfalten auf der Stirn. Denn Oberhausen verlor zusehend die Ordnung im Offensivspiel. Als dann schließlich Tchakoumi Essengue den 1:1-Ausgleich markierte, waren sich alle Anwesenden einig: Zu diesem Zeitpunkt war das Unentschieden verdient (80.).

Zehn Minuten vor Abpfiff hatte sich die Tabellensituation für RWO dadurch erheblich verschlechtert: Sechs Punkte Rückstand bei drei ausstehenden Spielen auf Viktoria Köln wären kaum aufzuholen gewesen. Deshalb bündelte die Mannschaft, angeführt von Kapitän Scheelen, der zum ersten Mal seit langer Zeit wieder über die volle Spieldistanz ging, all ihre Kräfte, um nochmal offensiv etwas zu bewegen. Und tatsächlich: Auch am letzten April-Wochenende trug der Fußballgott scheinbar erneut die Farben rot und weiß, denn der letzte Flugball des Spiels landete auf dem Kopf von Nico Klaß, der das alles entscheidende 2:1 erzielte (90.+3) Danach pfiff Schiedsrichter Alexander Schuh nicht mehr an und ließ die Kleeblätter weiter jubeln.

Durch den Sieg schiebt sich die RWO-Elf wieder bis auf vier Punkte an Spitzenreiter Viktoria Köln heran. Während es die Viktoria am kommenden Samstag mit dem SC Verl zu tun bekommt, steigt im Stadion Niederrhein das Derby gegen Rot-Weiss Essen (SA, 04.05.19, 14 Uhr).

TV Herkenrath: Kraus – Pjetrovic, Multari (87. Abazi), Hasemann, Vatovci – Akalp, Tchakoumi Essengue, Sarikaya, Schmidt (90.+2 Lanwer) – Shala, Dabo (75. Kanli).

RW Oberhausen: Davari – Reinert, Jordan, Klaß, Hermes (56. Ben Balla) – Scheelen – Schumacher, Steinmetz (62. Oubeyapwa), März – Kurt (46. Odenthal), Özkara.

Schiedsrichter: Alexander Schuh (Düsseldorf).

Tore: 0:1 März (38.), 1:1 Tchakoumi Essengue (80.), 1:2 Klaß (90.+3).

Zuschauer: 219.

Aktuell

RWO-Team12: Spielabbruch bei 1:0-Führung