RWO erinnert an den Bundesliga-Aufstieg

Helden von 1969 waren zu Gast im Stadion Niederrhein

Zum letzten Regionalliga-Spiel des SC Rot-Weiß Oberhausen in der Saison 2018/19 hat der Verein seine Aufstiegshelden von 1969 und Spieler des ersten Bundesligajahres der Vereinsgeschichte eingeladen. Zwölf ehemalige Spieler von 1969 kamen zum 50. Jahrestag und drückten den aktuell aktiven Kleeblättern beim 3:3 gegen den SC Verl die Daumen im Stadion Niederrhein.

Eigentlich war es von RWO-Seite und auch vom Förderverein als ruhige Feier älterer Herrschaften geplant: Morgens um 9 Uhr frühstücken, um 10:30 Uhr mit dem Mannschaftsbus der Regionalliga-Mannschaft auf Stadtrundfahrt. Dann wieder zurück zum Stadion, schließlich wartete im VIP-Raum das Mittagessen. Als Nachtisch wollte man den heutigen Kickern beim Fußball zusehen. Alles also ganz entspannt. Bis sich am 33. Spieltag der Fußballgott eingemischt und RWO zu einem Herzschlagfinale im Fernduell mit der Kölner Viktoria am letzten Spieltag vor heimischer Kullisse verholfen hat. Dementsprechend bescheiden gab sich Karl-Heinz „KallI“ Feldkamp, der von 1952 bis 1967 immerhin 316 Spiele für RWO absolvierte und 42 Tore erzielte, im Interview vor Spielbeginn: „Wir freuen uns, dass wir dieses Spiel aus nächster Nähe sehen können. Ja, wir sind von einer anderen Konstellation ausgegangen. Aber jetzt stehen nicht wir alten Herren im Fokus, sondern die Jungs auf dem Rasen.“

Knapp zwei Stunden nach dem Abpfiff der Saison 2018/19 verweilten zwölf Vereinslegenden im VIP-Raum und waren trotz des verpassten Drittliga-Aufstiegs fasziniert von der Stimmung im Stadion. „Wie die Fans nach dem Spiel ihre Mannschaft gefeiert haben, dass war unbeschreiblich“, sagte Franz Krauthausen, einst Torgarant der Rot-Weißen, mit Tränen in den Augen. Es sollte nicht der einzige emotionale Moment an diesem ereignisreichen Tag gewesen sein, an dem die Helden von einst an die Stätte ihres größten Triumphs zurückkehrten.

Doch, was nicht zuletzt die Minuten direkt nach dem Abpfiff zeigten: der Fußball lebt eben nicht allein vom Erfolg, sondern davon, alles aus sich herausgeholt zuhaben. Und das auf und neben dem Platz. Gerade hier ließen die RWO-Fans so manch alten Haudegen bewegt zurück, wie Franz Krauthausen zum Abschluss bemerkte. „Vieles heute im Stadion, hat mich an die schöne Zeit von vor 50 Jahren erinnert. Da habe ich gemerkt, dass mein Herz immer noch ein rot-weißes ist. Da können auch zwei Meistertitel mit den Bayern nichts dran ändern.“

Rot-Weiß Oberhausen und der RWO-Förderverein bedanken sich bei allen Teilnehmern und Mitwirkenden für dieses wunderbare, historische Treffen und wünscht den Helden von 1969 weiterhin alles Gute, Glück und vor allem Gesundheit. Ebenfalls bedankt sich der Verein für die reibungslose Zusammenarbeit bei Sebastian Stachowiak (NRZ).

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie unter: www.nrz.de

Anwesend waren: Albert Eichholz, Karl-Heinz Feldkamp, Hans Fritsche, Gert Fröhlich, Jürgen Jäger, Günter Karbowiak, Franz Krauthausen, Norbert Lücke, Werner Ohm, Udo Redmann, Siegfried Rösen, Hermann Wilbertz.

Absagen mussten: Dieter Brozulat, Hugo Dausmann, Jochen Füten, Werner Kubek, Karl-Heinz Poll.

Leider bereits verstorbene Spieler: Friedhelm Dick, Dieter Hentschel, Friedhelm Kobluhn, Lothar Kobluhn, Rainer Laskowsky, Georg Müller, Wolfgang Scheid.

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