RWO - Alemannia Aachen 1:0

Heimsieg gegen Alemannia Aachen

Zweites Pflichtspiel des Jahres, zweiter Sieg gegen ein Spitzenteam, zweiter Sieg zu Null: Die Kleeblatt-Mannschaft von Mike Terranova bestätigt das, was der Trainer schon in der Weihnachtspause gesagt hatte. Zu viele Verletzungen hatten in der Hinrunde RWO etwas aus dem Tritt gebracht. Nach dem 2:0 im Pokal beim KFC Uerdingen war das 1:0 über die Alemannen ein weiterer Beleg für die gewachsene Stärke, auch für den gewachsenen Zusammenhalt.

Zu ungewohnter Zeit – erst um 16 statt um 14 Uhr – war der Gastgeber hellwach. Schon in der siebten Minute fiel das Tor des Tages, und es entstand einer bildschönen Kombination über Geburtstagskind Yassin Ben Balla (wurde 22 Jahre jung) und Kapitän Patrick Bauder zu Maik Odenthal am linken Flügel, der blitzschnell Tarik Kurt in der Mitte bediente. Und Kurt fackelte auf der Torraumlinie gar nicht lange, sondern brachte den Ball unter die Latte.

Die Aachener waren als Mannschaft angereist, der man zutraut, noch ein gewichtiges Wort an der Spitze mitzusprechen. Aber vor allem in der ersten halben Stunde blieben sie den Beweis ihrer unzweifelhaft vorhandenen Klasse schuldig. Im Gegenteil: Alemannia Aachen fand gewissermaßen nicht statt. Warum? Weil RWO in allen Belangen überlegen war! Niemanden – auch die Alemannen nicht – hätte gewundert, wenn die Partie nach einer halben Stunde schon entschieden gewesen wäre.

Warum war es nicht entschieden? Mal gingen Distanzschüsse aus erfolgverheißender Position haarscharf vorbei (Steinmetz, Schikowski), mal wurden tolle Kombinationen nicht zeitig genug abgeschlossen, sondern immer noch eine weitere Anspielstation gesucht (Steinmetz, Schikowski, Odenthal).

Spätestens nach einem tollen 18-m-Schuss von Aachens Tobias Lippold, den der bärenstarke Robin Udegbe vom Winkel ins Toraus lenkte und nach der reaktionsschnellen Aktion von Udegbe nach der fälligen Ecke war aber klar, dass Aachen jetzt im Match war. Das war die 36. Minute, und von nun an entwickelte sich das Spiel zu einem echten Regionalliga-Hit. Chancen hüben wie drüben (die besseren nach wie vor auf Oberhausener Seite), rassige Zweikämpfe, prickelnde Situationen, dazu auf schwierigem Geläuf eine große Portion Fairness auf beiden Seiten.

Beste Werbung für den Fußball, die am Ende Geschmack auf mehr macht – Oberhausen spielt das nächste Match bereits am kommenden Freitag, 2. März, um 19.30 Uhr im heimischen Stadion Niederrhein, dann gegen den SC Wiedenbrück.

 

RWO:
Udegbe (TW), Bauder (C), Schikowski, Heber, Odenthal (Garcia/68.), Hermes, Steinmetz (Löhden/83.), Kurt (Gödde/68.), Nakowitsch, Ben Balla, Haas
Bank
Wozniak (ETW), Ogrzall, Gödde, Reinert, Garcia, Scheelen, Löhden

Aachen:
Depta (TW), Heinze, Pütz (Nebi/85.), Lippold, Fejzullahu (C), Yesilova, Kühnel (Azaouaghi/76.), Buchta (Pluntke/40.), Hackenberg, Fiedler, Mickels
Bank
Nettekoven (ETW), Winter, Pluntke, Kucharzik, Azaouaghi, Nebi, Kleefisch

Schiedsrichter:
Sven Waschitzki - Andre Berger, Claas Steenebrügge

Tore:
1:0 - Tarik Kurt - 7. Minute

Gelbe Karten:
Nakowitsch (66.)


RWO-Kapitän Patrick Bauder: Für den Boden, von dem ich manchmal dachte, ich wäre bei Olympia, war das ein sehr gutes Spiel. Leider haben wir es versäumt, Chancen zu nutzen. Das Spiel hätte früh entschieden sein können. Das muss man kritisch anmerken, ansonsten haben wir wieder eine überragende Leistung mannschaftlicher Geschlossenheit abgeliefert.

RWO-Innenverteidiger Felix Haas: Der Sieg musste viel früher feststehen, aber wir lassen schon die ganze Saison über zu viel liegen. Hinten waren wir aufmerksam, aber auch kleine Fehler und Nachlässigkeiten darf man sich gegen Aachen nicht erlauben. Wir waren etwas überrascht, dass die zunächst so tief hinten drin standen. Aachen muss man erstmal schlagen, das ist alles andere als Laufkundschaft.


RWO-Sechser Yassin Ben Balla: Schön, dass wir gewonnen haben. Den Sieg habe ich mir zum Geburtstag gewünscht.

Alemannia-Trainer Fuat Kilic: Glückwunsch an Oberhausen! In den ersten 25 bis 30 Minuten war RWO einfach griffiger als wir. Wir taten uns zu lange zu schwer, aber danach war das ein ausgeglichenes Spiel, bei dem jeder Ausgang möglich war.


RWO-Trainer Mike Terranova: Wir sind sehr, sehr zufrieden. Für das vorentscheidende zweite Tor hatten wir genug Chancen, da muss man auch mal eine nutzen. Nach der Halbzeit haben wir uns gegenseitig neutralisiert. Auf jeden Fall bin ich froh, gwonnen zu haben, mit einem Sieg gestartet zu sein. Jetzt wollen wir mal sehen, was noch alles kommt. Die Art und Weise, wie der Sieg zustandegekommen ist, gibt jedenfalls Auftrieb.

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