Interview mit Felix Herzenbruch

„Gas geben, reinhauen und guten Fußball zeigen“

Mit dem 1:1-Unentschieden gegen die Sportfreunde Lotte am vergangenen Freitag machte Rot-Weiß Oberhausen die Serie von zehn Heimspielen ohne Niederlage (neun Siege, ein Unentschieden) perfekt. Linksverteidiger Felix Herzenbruch analysiert das Geschehen und blickt bereits voraus auf das Traditionsduell beim Wuppertaler SV (SA, 29.03.2020, 14 Uhr, Stadion am Zoo).

Felix Herzenbruch, das Spiel gegen die Sportfreunde Lotte war hart und umkämpft. Am Ende stand ein 1:1 und ein Punkt für RWO. Wie schätzt du das Spiel ein?

Es war ein intensives Spiel, das von Zweikämpfen geprägt war. Lotte ist, ähnlich wie wir, eine Mannschaft, die über die Physis kommt und auch mal hart einsteigt. Im ersten Durchgang sind wir gar nicht zum Zuge gekommen. Wir haben dann taktisch umgestellt und konnten in der zweiten Halbzeit eine bessere Leistung zeigen. Es war dann immer noch nicht optimal aber durchaus ordentlich.

Erneut lag RWO, wie bereits zuvor beim 2:1-Sieg gegen Bergisch Gladbach, in einem Heimspiel zurück. Wieder konnte die Mannschaft Moral beweisen und punkten. Ist diese Mentalität auch dieses Jahr wieder ein wichtiger Charakterzug der Mannschaft?

Auf jeden Fall. Dafür ist Oberhausen mittlerweile bekannt. Auch nach Rückständen kann und darf man uns nicht abschreiben. Vor allem, wenn wir zuhause auf die RevierKraft-Tribüne spielen, können wir nochmal ein paar Prozent drauflegen. Da ist bei uns nochmal eine ganz andere Dynamik im Spiel. Das soll keine Ausrede für schlechte Halbzeiten sein, sondern eher ein Lob an unsere Fans, die uns immer antreiben.

Am kommenden Samstag geht es nach Wuppertal. Mit dem WSV erwartet euch eine Mannschaft, die momentan gegen den Abstieg kämpft. Wie schätzt du die kommende Aufgabe ein?

Wuppertal kämpft ums Überleben in dieser Liga. Sie können sich nicht erlauben, Punkte leichtfertig herzuschenken. Es wird – wie in den letzten Spielen auch – wieder ein motivierter Gegner auf uns warten, der ähnlich wie RWO auf eine große Tradition verweisen kann. Wir müssen vermutlich wieder geduldig bleiben. Aber wenn wir Gas geben, uns reinhauen und guten Fußball zeigen, werden wir in Wuppertal erfolgreich sein. Davon bin ich überzeugt.

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