Unser kommendes Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Essen

Für Freude bei den Fans wurde (bislang) nicht gesorgt

Als der nun mittlerweile als Essener Ex-Trainer gelistete Sven Demandt vor der Saison gefragt wurde, wo er seine Mannschaft im starken und sehr breit aufgestellten Teilnehmerfeld der Regionalliga West nun sehen würde, fiel seine Antwort relativ zurückhaltend aus. „Wir wollen auch oben mitspielen und den Fans Freude bereiten.“ Von Meisterschaft, Aufstieg und dergleichen war da nicht die Rede. Dass es allerdings im Essener Norden so schlecht laufen könnte, daran haben weder Demandt noch die größten Pessimisten geglaubt. Von oben mitspielen kann derzeit keine Rede sein und so richtige Freude hatten die Fans in dieser Saison eigentlich auch noch nicht. Sieht man einmal vom Pokalauftritt gegen Borussia Mönchengladbach ab, als man vor über 18.000 Zuschauern dem Erstligisten alles abverlangte und sogar lange mit 1:0 in Führung lag. Am Ende setzte sich der Favorit vom Niederrhein mit 2:1 durch, und den Essenern blieben die Komplimente und ein „Versprechen“ auf eine sportlich ambitionierte Saison. Doch alles kam ein wenig anders. In der Liga steht man derzeit knapp über dem Strich, der die Abstiegsränge markiert.

So übernahm vor einigen Tagen der neue Trainer Argirios Giannikis die Trainingsarbeit an der Hafenstraße als Nachfolger von Sven Demandt auf. Der gebürtige Nürnberger, der zuletzt in Ingolstadt aktiv war, stand bei seinen ersten Aufgaben direkt vor einigen Hürden. Da war zuerst einmal die Aufgabe im Pokal gegen den alten Stadtrivalen ETB Schwarz-Weiß Essen. Da man sich im Norden mit dem so genannten „Lackschuhclub“ aus dem Essener Süden eigentlich noch nie so wirklich gut verstanden hatte, war dieses Duell bereits im Vorfeld von einer gewissen Emotionalität geprägt. Zumal RWE dieses Duell auf jeden Fall für sich entscheiden musste, um im Niederrheinpokal auf jeden Fall in die nächste Lostrommel zu wandern. In den vergangenen Jahren konnte man durch das Erreichen des DFB-Pokals eine nicht ganz so gut verlaufene Regionalligasaison noch ganz gut ausgleichen. Emotional und vor allen Dingen auch finanziell.

Nach dem Derby gegen den ETB musste man zum alten Westschlager auf dem Aachener Tivoli antreten. RWE absolvierte die Aufgabe und konnte sich ein wenig Selbstvertrauen für sich und auf das Derby gesehen zu legen. Jetzt also DERBY! Der Anstoß an der Hafenstraße erfolgt um 14:00 Uhr. Obwohl die „Kleeblätter“ in den vergangenen vier Spielzeiten am Ende immer mindestens einen Platz über den Essenern standen, verliefen die Duelle in der vergangenen Saison nicht so gut aus der Sicht der „Kleeblätter“. 2:2 endete das Heimspiel, weil Robert Fleßers eine Minute vor Schluss zum Ausgleich traf. Das Rückspiel in Essen endete 3:2 für die Gastgeber. Am vorletzten Spieltag der Saison reichte der 2:3 Anschlusstreffer durch Garcia in der 74. Minute nur noch zur Ergebniskorrektur

Aktuell

Auswärtsspiel bei Hibernia Alstaden