Der kommende Gegner im Portrait

Ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte

Hinter dem TuS Erndtebrück wurde die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert Vizemeister in der Oberliga Westfalen. Zwei Punkte übrigens vor dem Stadtrivalen Hammer Spielvereinigung, kurz „HSV“ genannt. Doch nach dem sportlichen Aufstieg begann die eigentliche Zitterpartie für den Club aus dem Hammer Ortsteil Rhynern. Die Stadionfrage war das alles beherrschende Thema. Gut, das eigene Stadion am Papenloh genügte den Ansprüchen des Westdeutschen Fußballverbandes, um dort die „normalen“ Regionalligapartien beispielsweise gegen Verl, Erndtebrück oder Wiedenbrück auszutragen. Das Problem war das Ausweichstadion für die Risikospiele. Hier hatte man als Ausweichspielstädte die EVORA-Arena angegeben, in der normalerweise der Ortsrivale seine Meisterschaftsspiele austrägt. Um die Mindestanforderungen für diese Sicherheitsspiele zu erfüllen, hatten beide Vereine in Zusammenarbeit mit der Stadt ein tragfähiges Konzept erstellt, das in der Sommerpause baulich umgesetzt werden sollte. Das Problem war nur, dass die Polizei die vom Fußballverband geforderte Unbedenklichkeitsbescheinigung vor der Umsetzung des Konzeptes nicht ausstellen konnte und der Verein diese somit zum Stichtag auch nicht vorlegen konnte. Das Ende ist allgemein bekannt. Der Verband verweigerte dem Sportverein Westfalie Rhynern die Lizenz für die Regionalliga. Heftigst wurde daraufhin spekuliert, wer denn nun in die 4. Liga nachrücken solle. Das Problem war, dass der Tabellendritte, die Hammer Spielvereinigung im selben Stadion spielen wollte und der Tabellenvierte TSV Marl-Hüls erst gar keine Lizenz beantragt hatte. So konnte sich einige Zeit die sportlich abgestiegenen Kollegen von LR Ahlen wieder Hoffnungen machen, am so genannten grünen Tisch doch noch den Klassenverbleib feiern zu dürfen. Im Zuge eines Rechtsmittelverfahrens konnte die Stadt Hamm als Stadioneigner zusichern, dass alle Spiele uneingeschränkt in der EVORA-Arena ausgetragen werden können. Damit wurde die Regionalliga-Lizenz für den Sportverein Westfalia dann doch noch erteilt.  
Trotz der lange unsicheren Lage, wurden weiter an einer Regionalliga tauglichen Mannschaft gearbeitet. So musste auch ein neuer Trainer her, da Aufstiegscoach Björn Mehnert zum SC Wiedenbrück wechselte. Eine Entscheidung, die allerdings bereits im Januar fiel. Auch die Nachfolge wurde zeitnah geregelt. Holger Wortmann erhielt bereits im April den Zuschlag. Daraufhin wurden die Kaderplanungen ganz fix voran getrieben. Zwar kein Neuzugang, dafür aber ein ganz interessanter Spieler ist Stürmer Salvatore Gambino, der bereits 45 Bundesligapartien für Borussia Dortmund bestritt. Über die damaligen Zweitligisten 1. FC Köln und TuS Koblenz verschlug es ihn aus familiären Gründen nach Italien, um seit 2015 nach Westfalen zurückzukehren. Erfolgreichster Torschütze der vergangenen Saison war Lennard Kleine, der mit 21 Treffern Torschützenkönig der Oberliga Westfalen wurde. Auch er spielt in der neuen Saison weiterhin für die Westfalia. 

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