Nachholspiel des 21. Spieltages gegen den SV Rödinghausen

Die zweite Torfabrik der Liga

Mit dem SV Rödinghausen empfangen wir auch gleich die zweiteffektivste Torfabrik der Regionalliga West. Das Team von Trainer Alfred Nijhuis traf bislang gleich 43 Mal ins gegnerische Netz. Damit ist nur Tabellenführer Viktoria Köln erfolgreicher. Marius Bülter und Ex-RWO Spieler Simon Engelmann stehen in der vereinsinternen Torschützenliste mit jeweils zehn Treffern ganz oben. Aber auch die Bilanz von Tobias Steffen (8 Treffer in 18 Spielen) kann sich durchaus sehen lassen.

Auf Grund der stabilen Leistungen in den Vorjahren sowie der guten Einkaufspolitik vor der Saison, hatten viele Experten den SV Rödinghausen auf dem Zettel, als es darum ging, die Teams für den Meisterschaftskampf zu benennen. Simon Engelmann, aber auch der ehemalige Kölner Fortune Daniel Flottmann, wollten sich aus den verschiedensten Gründen wieder in Richtung der ostwestfälischen Heimat orientieren. Da kam das Angebot aus Rödinghausen gerade recht. Zumal „am Wiehen“ Infrastruktur sowie die finanziellen Möglichkeiten stimmen, zumindest wenn man Regionalligamaßstäbe ansetzt. Alfons Finkemeyer, Seniorchef des drittgrößten Küchenmöbelherstellers in Deutschland, investiert seit Jahren in die sportliche und infrastrukturelle Zukunft des Clubs. Ein schickes Stadion, das Jugendleistungszentrum und die Zusammenstellung eines guten Regionalligakaders wären ohne das Engagement Finkemeyers in dieser Form nicht möglich gewesen. Und so formulierte man vor der Saison anspruchsvolle aber nicht unrealistische Ziele: „Wir wollen unter die ersten sechs Teams kommen und die erste Runde im DFB-Pokal erreichen,“ formulierte Alfred Nijhuis vor der Saison. Da kann man in Rödinghausen von Glück sprechen, dass man in Westfalen zwei Möglichkeiten bekommt, am lukrativen Wettbewerb teilzunehmen. Neben dem Erfolg im Westfalenpokal, darf der beste westfälische Regionalligist noch eine „Relegation“ gegen den Meister der Oberliga spielen, um sich hier zu qualifizieren. Für Rödinghausen übrigens die letzte Möglichkeit, denn im Pokal war bereits in der 2. Runde gegen Eintracht Rheine Schluss.

Allerdings will man am Wiehen in der kommenden Spielzeit sportlich neue Wege gehen. So wurden die Verträge mit Trainer Alfred Nijhuis und seinem Co Andy Steinmann nicht verlängert und laufen im Sommer somit aus. Als Nachfolger wurde in der vergangenen Woche Enrico Maaßen vorgestellt. Der 34-jährige A-Lizenz Inhaber war zuvor für den Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel als Cheftrainer tätig.

Die bisherige Bilanz weist einen leichten Vorteil für die „Kleeblätter“ aus. Drei Siegen stehen zwei Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber. Besonders eindrucksvoll war das Hinspiel im Häcker-Wiehenstadion. Nach dem 1:0-Führungstreffer durch Garcia (22.) konnten Möllering (49.) und Bülter (52.) die Begegnung im zweiten Durchgang erst einmal drehen. Heber glich postwendend aus, ehe wiederum Bülter (75.) den Führungstreffer für die Gastgeber erzielen konnte. Patrick Bauder gelang in der 83. Minute mittels eines verwandelten Foulelfmeters der erneute Ausgleich zum 3:3 Endstand.

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