Das kommende Heimspiel gegen RWE

DERBYZEIT im Stadion Niederrhein

Mit schöner Regelmäßigkeit landete unser aktueller Heimgegner in den vergangenen vier Jahren mit mehr oder weniger großem Abstand am Ende der Saison in der Tabelle hinter den „Kleeblättern“. Für die Fans im Stadion Niederrhein war das regelmäßig auch ein ganz nettes Gefühl. Mehr leider auch nicht, denn letztendlich belegten beide Teams einen Platz im Mittelfeld oder im oberen Drittel der Tabelle. Von den Aufstiegs- wie von den Abstiegsrängen meist weit entfernt. Letztendlich waren es dann immer die Essener, die über den Niederrheinpokal in die Hauptrunde des DFB-Pokal einziehen durften. Zumindest an einem Wochenende stand der Deutsche Meister von 1955 dadurch im Rampenlicht einer bundesweiten (Fußball-) Öffentlichkeit und durfte sich am Ende über ein schönes finanzielles Zubrot freuen. In den vergangenen drei Jahren war RWE somit immer in der 1. Runde dabei und schlug sich gegen die NRW-Teams aus Mönchengladbach (1:2), Bielefeld (4:5 i.E.) sowie Düsseldorf (1:3i.E.) mehr als beachtlich.

Doch den Highlights im Pokal folgte die Ernüchterung in der Liga. Bereits im Oktober musste Sven Demandt gehen. Argirios Giannikis übernahm und setzte direkt mit einem 2:1 Erfolg in Aachen ein sportliches Ausrufezeichen. Doch der so gut in Essen angekommene Trainer verkündete alsbald, dass er sich am Saisonende einer neuen Aufgabe beim Drittligisten VfR Aalen widmen werde. Dies wirkte wie ein Schlag ins Gesicht der treuen Essener Anhängerschaft, die in Teilen dem Coach das Leben an der Hafenstraße erschwerten. Von der Forderung auf sofortige Trennung vom Trainer bis hin zu persönlichen Anfeindungen war alles dabei. So geriet auch der sportliche Start ins WM-Jahr 2018 alles andere als vielversprechend. Erst setzte man sich im Viertelfinale des Landespokals knapp im Elfmeterschießen gegen TuRu Düsseldorf durch, und dann folgten zwei bittere Heimniederlagen gegen Bonn (0:1) und Wattenscheid (2:3). Richtig heftig wurde es, als man im dritten Heimspiel hintereinander gegen den Tabellenführer aus Krefeld sicher und verdient mit 2:0 führte und dann in der 1. und 2. Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen musste. Nach einer weiteren Heimniederlage gegen Rödinghausen, entschied man sich zum erneuten Trainerwechsel. Hier präsentierte man mit Karsten Neitzel sofort einen Nachfolger. Der 50-Jährige war zuletzt beim Südwest-Regionalligisten SV Elversberg, wurde dort aber im März nach einer Serie von fünf sieglosen Spielen entlassen.

Und unter dem neuen Trainer folgte der Aufschwung. Zwar wurde beim Debüt in Wuppertal verloren, doch dann erzielte die Mannschaft aus den folgenden drei Spielen sieben Punkte. Am vergangenen Dienstag stand das Nachholspiel beim SC Wiedenbrück auf dem Programm. Gegen die starken Ostwestfalen konnte sich das Team mit offensiver Spielweise und aggressivem Pressing am Ende mit 2:0 durchsetzen. Mit diesem Ergebnis im Rücken, werden die Essener mit einer ganz gehörigen Portion Selbstvertrauen die kurze Reise zum Derby in Oberhausen antreten.

Die Stadiontore öffnen bereits um 17:30 Uhr.

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