25. Spieltag: SC Wiedenbrück – RW Oberhausen 0:1 (0:0)

Dank „Steini, dem Dritten“: Karneval in Oberhausen, Katerstimmung in Köln

Rot-Weiß Oberhausen hat das Gastspiel beim SC Wiedenbrück mit 1:0 (0:0) gewonnen: Vor 687 Zuschauern wurde „Joker“ Raphael Steinmetz durch den Treffer des Tages zum Matchwinner. Durch den Sieg der Kleeblätter und die zeitgleiche 0:2-Niederlage des Tabellenführers Viktoria Köln schmilzt der Abstand auf die Spitze auf sechs Punkte.

Die Begegnung zwischen dem Tabellen-16. und dem Zweiten begann ausgeglichen. Beide Teams hatten mit den widrigen Platzverhältnissen und starkem Wind zu kämpfen. Ansehnliches Kombinationsspiel war somit Fehlanzeige. Die erste gute Gelegenheit gehörte den Hausherren. Ein Angriff über die rechte Seite wurde von Kapitän Oliver Zech abgeschlossen (13.). Jannik Löhden blockte den Schuss jedoch in letzter Sekunde und Torwart Daniel Davari schnappte sich den Ball ohne Probleme.

Die Feldanteile in der ersten Halbzeit blieben insgesamt ausgeglichen. Wirkliche Chancen konnten sich die Kleeblätter jedoch nicht erspielen. Kurz vor der Pause wurde der SCW dann nochmal durch Patrick Schikowski, der von 2013 bis 2015 und in der Saison 2017/2018 für die Rot-Weißen spielte, gefährlich. Davari stellte sich in den Weg und hielt per Brustabwehr. Doch Schiedsrichterassistent Jens Jeromin hat eine Abseitsstellung des Ex-Kleeblatts erkannt, sodass ein mögliches Tor nicht gezählt hätte. Somit ging es mit einem 0:0 und unerwartet wenigen Highlights in die Kabine.

Der zweite Durchgang wurde deutlich flotter. Ein Schuss nach dem anderen wurde hüben wie drüben abgegeben. Doch sowohl Wiedenbrücks Winterzugang Kamil Bednarski (47.), als auch die Oberhausener Christian März (53.) und Dario Schumacher (55.) scheiterten an den Torhütern oder an fehlender Präzision. In der 54. Spielminute brachte Trainer Mike Terranova dann Raphael Steinmetz für Cihan Özkara. Dieser Schachzug sollte sich als der entscheidende des Spiels herausstellen. Nur drei Minuten seiner Einwechslung traf der Oberhausener Junge nämlich direkt mal mit seinem ersten Schuss zum 1:0 (57.) und ließ die zahlreich mitgereisten RWO-Fans jubeln.

Die Gastgeber blieben aber am Drücker. Viele Schüsse flogen in Richtung des Tors von Daniel Davari. Alle verfehlten den Kasten des 31-Jährigen jedoch- zum Glück für die Kleeblätter, die einige gute Konter in der Schlussphase nicht sauber ausspielten.

Nach den letzten drei Begegnungen könnte man nun meinen, dass es eine Methode ist: Gegen Wattenscheid brachte Trainer Mike Terranova Tarik Kurt von der Bank. Seine zwei Treffer machten beim 3:1-Erfolg am Ende den Unterschied. Zuletzt konnte auch der Bonner SC ein Lied davon singen, dass „Terra“ im Spielverlauf gerne mal ein glückliches Händchen bewies. Beim 4:0 wechselte der kommende Fußballlehrer Philipp Eggersglüß ein. Am Ende war der etatmäßige Außenverteidiger gleich doppelt erfolgreich. Steinmetz war nun also der dritte Ergänzungsspieler, der von der Bank kommt und zum Matchwinner avanciert.

Dank „Steini, dem Dritten“ feiert Oberhausen nach dem 25. Spieltag, während in der Karnevalshochburg Köln zumindest mal für eine Woche so etwas wie Katerstimmung aufkommen dürfte. Denn durch den RWO-Auswärtserfolg und die gleichzeitige Niederlage von Viktoria Köln beim SV Rödinghausen (0:2) sind es für die Kleeblätter aktuell nur noch sechs Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aus Köln. Am kommenden Freitag (22.03.19, 19:30 Uhr) haben die Terrranova-Jungs die Möglichkeit, den Erfolg von Wiedenbrück gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf zu veredeln.

SC Wiedenbrück: Hölscher – Hüsing (59. Brinkmann), Leeneman, Duschke, Wallenborn – Geisler, Zech – Latkowski, Schikowski (73. Harder), Andreas - Bednarski.

RW Oberhausen: Davari – Reinert, Nakowitsch, Löhden, Odenthal (42. Hermes) – Ben Balla – März, Schumacher (75. Jordan), Eggersglüß – Gödde, Özkara (54. Steinmetz).

Schiedsrichter: Christopher Schütter (Werl).

Tore: 0:1 Steinmetz (58.).

Gelbe Karten: Leeneman – März, Davari.  

Zuschauer: 687.

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