Unser aktuelles Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck

Alles soll besser werden!

Bereits vor zwei Jahren durfte der FC Wegberg-Beeck schon einmal den Aufstieg in die Regionalliga feiern. Dies war allerdings ein großer Erfolg ohne nachhaltige sportliche Wirkung. Nach nur einer Spielzeit ging es wieder zurück in die Mittelrheinliga. Mit am Ende16 Punkten und einem ernüchternden Torverhältnis von 30:96. Die Lehren aus der Vergangenheit wurden angenommen und ein entsprechender Kader zusammengestellt, der in der Lage sein könnte, das Klassenziel am Ende der laufenden Spielzeit auch zu erreichen.

Vorweg gesagt: es läuft in dieser Saison wesentlich besser als noch vor zwei Jahren. Blickt man auf die Tabelle, dann stehen bei unserem aktuellen Gegner in der letzten Spalte nach 15 Partien bereits 16 Zähler. Genau so viel wie am Ende der Saison 2015/16. Die fußballerischen Grundeigenschaften wie Laufbereitschaft und ein konsequentes Zweikampfverhalten konnte die Mannschaft von Teamchef Friedel Henßen zumeist auf den Platz bringen, was ihr etwa Mitte Oktober den inoffiziellen Titel: „Mannschaft der Stunde in der Regionalliga West“ einbrachte. Immer wieder überraschte die Mannschaft durch ihre Effizienz bei Standardsituationen. Nicht weniger als zehn Treffer fielen nach so genannten ruhenden Bällen. Siege gegen die ostwestfälischen Top-Teams SV Rödinghausen sowie dem SV Wiedenbrück ließen aufhorchen. Auch Remis an der Essener Hafenstraße und gegen die Zweitvertretung des BvB ließen die geneigte Fußballöffentlichkeit aufhorchen. Das entschädigte für einen eher misslungenen Saisonstart, bei denen teilweise deutlichen Niederlagen wie einem 1:6 bei Fortuna Düsseldorf oder dem 0:3 beim Wuppertaler SV viele Experten in ihrer Einschätzung bestätigt wurden, die den unter Amateurbedingungen arbeitenden FC Wegberg-Beeck als Absteiger Nr. 1 sahen. Trotz des eher schlechten Starts blieb Friedel Henßen optimistisch: „Wir wollen und wir werden es besser machen als vor zwei Jahren.“ Und dann folgte eben die oben zitierte Serie, und Beobachter rieben sich verwundert die Augen. Das tat der verantwortliche Wegberger Übungsleiter allerdings auch nach dem 1:2 Pokalaus gegen den Mittelrheinkonkurrenten Borussia Freialdenhoven. Auch in der Liga setzte sich der Knick im Aufschwung erst einmal fort. Beim 0:7 beim wieder erstarkten Favoriten Viktoria Köln wurde dem Team aus dem Kreis Heinsberg die Grenzen deutlich aufgezeigt. Auch „Nachbar“ Alemannia Aachen gewann am vergangenen Wochenende mit 3:1 im schmucken Waldstadion.

Dass diese sportliche Delle eintrat, verwundert nicht, schließlich fehlen mit Kochan, Drevina und Klee drei Akteure langzeitverletzt und werden auch in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Und noch ein weiteres Detail über die Situation im deutsch-niederländischen Grenzgebiet erklärte Friedel Henßel in einem Interview: „Wir sind wohl der einzige Club in der Regionalliga, in dem sich die Spieler ihre Schuhe noch selber kaufen müssen. Um sich das leisten zu können, gehen sie ja arbeiten...“

Vor zwei Jahren konnten die „Kleeblätter“ die maximale Punktzahl gegen den FC Wegberg-Beeck erzielen. Im Stadion Niederrhein fiel der Sieg mit 4:0 recht deutlich aus, doch im Rückspiel wurde es wesentlich knapper. Die um den Klassenerhalt kämpfenden Wegberger führten nach einem Treffer von Müller aus der 35. Minute bis zur 82., dann drehten Robert Fleßers und Patrick Bauder (86.) die Partie zu Gunsten des SC Rot-Weiß.

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