Philosophie / Kodex

Philosophie

Grundlegende Aufgabe

Rot-Weiß Oberhausen steht für „ehrlichen“ Fußball mit Herz, Emotionen, Begeisterung, Bereitschaft und Leidenschaft. Auch wenn unsere 1. Mannschaft mit zwei Abstiegen in Folge aus der 2. Bundesliga bis in die Regionalliga diese Tugenden nicht immer nachweisen konnte, hält der Verein am Konzept fest. Der ambitionierte Verein muss Saison für Saison hart „malochen“ um konkurrenzfähig zu sein. Dies war in der 2. und 3. Bundesliga so, indem man als ehem. Profiverein zumeist einen der niedrigsten Etats der Liga vorzuweisen hatte.

Jetzt in der Regionalliga (4. Liga) ist dies anders und man möchte sich wieder stabilisieren. Deshalb ist es das Ziel des Vereins, mit seiner 1. Mannschaft wieder die Zuschauer zu begeistern und mitzureißen. Es soll eine Atmosphäre geschaffen werden, in der Fehler verziehen werden, weil sich jeder zu 100 Prozent sicher sein kann, dass ALLE ihr Bestes geben und jeder für jeden kämpft.

Dies wird nur gegeben sein, wenn alle Spieler bereit sind, diese Spielweise und diese Philosophie mit zu tragen, sie zu verinnerlichen, den Gedanken in eine echte Teamleistung umzusetzen und eine beeindruckende Einsatz- und Laufbereitschaft an den Tag zu legen. Der Teamgedanke und die Ziele des Teams dominieren über allen erdenklichen persönlichen Zielen jedes einzelnen. Der Gedanke dahinter ist, dass jeder Spieler seine persönlichen Ziele nur dann erreichen kann, wenn das Team erfolgreich agiert.

Daher heißt die Mission des SC Rot-Weiß Oberhausen, sich wieder so zu positionieren, dass man durch "ehrlichen" Fußball wieder in der Region Ruhrgebiet begeistert und darüber hinaus. Ein stabiles Fundament und ein schlüssiges Konzept soll den Verein mittelfristig zurück in das Profigeschäft bringen, damit der Leistungssport durch zahlreiche Zuschauer honoriert wird.

Beitrag des Leistungszentrums zur Realisierung der Aufgabe

Das LZ möchte zu der oben aufgeführten Aufgabe des Gesamtvereines beitragen, indem die zukünftigen Spieler für die 1. Seniorenmannschaft in diesem ausgebildet werden. Die Spieler sollen bestens vorbereitet sein, um den Sprung im eigenen Verein in den Seniorenbereich zu schaffen. Spieler, welche möglicherweise sogar das spielerische Niveau des Seniorenbereichs des Vereins übersteigen und für höher spielende Vereine interessant werden, können für den SC Rot-Weiß Oberhausen finanziell sehr lukrativ werden.

Das Nachwuchsleistungszentrum möchte schon früh Kinder und Jugendliche (und deren Eltern) an den Verein binden, um eine Identifikation entstehen zu lassen. Schafft es ein Kind später doch nicht zum Spieler der 1. Mannschaft oder der U23, so wird er sich aber an eine schöne "Fußballausbildungszeit" erinnern können und kann und will eventuell als Zuschauer, Mitglied etc. später den Verein weiter unterstützen. Mit am LZ gekoppelt befindet sich hierzu auch die Fußballschule des SC Rot-Weiß Oberhausen, welche die Bereitschaft zur Identifikation mit dem Verein erhöhen soll, sowie auch das Leistungszentrum nach außen repräsentiert. Dies gilt natürlich für das komplette LZ, welches in der Presse mit den Jugendteams erwähnt wird, und über Infos zu Ergebnissen, Spielen und Turnieren im Internet an Bekanntheit gewinnt. Immer wieder präsentieren sich Jugendteams auf Turnieren oder in Spielen im regionalen, sowie auch internationalen Vergleich, um so die Außendarstellung des Vereins zu verbessern!

Vision, Ziele und Aufgaben des Leistungszentrums

Professionelle Strukturen sind auf allen Ebenen notwendig, um eine erfolgreiche Entwicklung ermöglichen zu können. Einen weiteren Schritt nach vorne soll durch das Nachwuchskonzept erreicht werden. Die vier Säulen der Leitphilosophie dieses Nachwuchskonzeptes lauten zukünftig: Fußballerische Ausbildung, schulische Ausbildung, Persönlichkeitsentwicklung und Aufbau von strategischen Partnerschaften.

Rot- Weiß Oberhausen definiert sich auf Grund seiner eingeschränkten Optionen im finanziellen Bereich als Ausbildungsverein, dessen Aufgabe es ist, Nachwuchskicker selbst auszubilden, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Ausgehend von den Fußballvisionen des Vereins wollen wir auch im Nachwuchsbereich die für den Gesamtverein genannten Werte und Tugenden, die unseren Club seit Jahren prägen in unser Nachwuchskonzept integrieren. Die einzigartige Atmosphäre im Verein, in der auch Fehler verziehen werden, wenn man alles gibt, versuchen wir auf den Jugendbereich zu übertragen.

Ein wichtiger sportlicher Baustein dabei ist die Talentförderung, da die heutigen Jugendspieler unser Kapital der Zukunft sind. RWO hat die Relevanz der Unterstützung der Nachwuchsarbeit als Investition in die Zukunft erkannt. Der Stellenwert der Jugendabteilung im Verein ist vereinspolitisch, wirtschaftlich und sportlich sehr hoch angesetzt. A und O einer leistungssportlichen Ausbildung von Jugendlichen bei RWO wird die Verpflichtung und der Einsatz von qualifizierten Trainern bleiben. Dies garantiert eine optimale Koordinierung der sportlichen, pädagogischen, entwicklungspsychologischen und medizinischen Aspekte sowie alterspezifischen Anforderungen.

Das Ausbildungskonzept für den Nachwuchs sieht vor, dass langfristig möglichst viele Spieler den Sprung in den Leistungsbereich schaffen. Die U23 soll als Unterbau für die Lizenzmannschaft dienen, d.h. das Team soll Minimum Stand jetzt die Liga der Oberliga (5. Liga) halten. Die Eingliederung von „Eigengewächsen“ in die erste und zweite Mannschaft erhöht die Identifikation mit RWO und seinen Fans. Die Talente aus unserer Region sollen frühzeitig gesichtet und emotional an den Club gebunden werden. Hierbei sind der gute Kontakt und die Zusammenarbeit mit den DFB-Stützpunkten und den umliegenden Vereinen von immenser Bedeutung. Hierzu werden Kooperationen mit Partnervereinen angestrebt.

Ebenso wichtig, wie die Ausbildung der Spieler ist die Wahrnehmung einer regional ausgerichteten sozialen Verantwortung für die Arbeit mit Kindern- u. Jugendlichen. Die Verbesserung der Koordination schulischer und sportlicher Entwicklung wird verstärkt unterstützt durch die Kooperation mit einer sportbetonten Schule in Oberhausen.

Unsere wirtschaftliche Lage, das Verlangen nach jungen Talenten und kurzfristigem Erfolg sowie die Lizensierungsvorschriften fordern ein entsprechendes Engagement schon bei den jüngsten Fußballspielern.

Unsere neu geschaffene Infrastruktur mit neuen modernen Spielfeldern, sowie dem neu gebauten Nachwuchsleistungsgebäude, lassen uns unsere Arbeit noch professioneller verrichten. A- & B-Junioren Bundesliga, Reviercup, attraktive Freundschaftsspiele und die Teilnahme an stark besetzten Turnieren verstärken die sportliche Herausforderung.

Zur Umsetzung und Realisierung des Konzepts ist man im Verein noch enger zusammengerückt, um die Verzahnung zwischen den einzelnen Bereichen gewährleisten zu können.

Kommunikations-, Team-, Konflikt- und Kritikfähigkeit auf der einen, Vertrauen und Rückendeckung auf der anderen Seite haben diesem Verein in kürzester Zeit in die A- & B-Junioren Bundesliga geführt und werden auch bei der Umsetzung des Nachwuchskonzeptes helfen.

Hinzu kommt als Letztes, dass bereits in der Saison 2007/08 mit der Bildung eines separaten Sponsorenpools für den Jugendbereich begonnen wurde und im Jahre 2012 die Jugendabteilung auf gesunden Beinen stehen lässt.

Leitlinien der Fußballvision und Ausbildungsprinzipien

Die Ausbildungsprinzipien im Leistungszentrum des SC Rot-Weiß Oberhausen sind vielfältig. Der Verein ist stets darin bemüht, dass die Nachwuchsspieler bestmöglich gefördert werden. Dazu gehört, dass die Mitarbeiter und Trainer hoch qualifiziert sind und es den Spielern ermöglicht wird, in den höchsten Spielklassen zu spielen und sich mit Gegnern auf Augenhöhe messen zu können (wie auch bei internationalen Turnieren oder bei Testspielen auf nationaler Ebene/internationaler Ebene). Weiterhin setzt sich der Verein als Ausbildungsprinzip, dass Trainer im Training auch individuell auf Spieler eingehen können, d.h., dass mind. ein Co-Trainer pro Team immer zur Verfügung steht, um die Lerngruppen teilen zu können. Dazu kommt ein Betreuer pro Team, der dem Trainerteam in organisatorischen Fragen den Rücken frei hält.

Der Gesamtverein trägt das Ausbildungsprinzip dabei mit und sorgt dafür, dass auch die Trainer auf dem neuesten Stand sind und dass man Veränderungen/Neuerungen im Trainingsbetrieb/Spielbetrieb in Trainersitzungen anspricht und auf dem Platz umsetzen kann. Ausbildungsprinzipien bedeuten im fußballtechnischen Bereich aber auch, dass man z.B. beidfüßig ausbildet. Im taktischen Bereich bedeuten sie, dass man vom Individual- bis hin zum mannschaftstaktischen Bereich den Spielern Inhalte vermittelt. Und im athletischen Bereich zielen sie darauf ab, auf Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer zu schauen. Die Inhalte sind je Altersklasse individuell angepasst (altersgerecht). Zudem kommt die Persönlichkeitsentwicklung hinzu, welche ebenfalls als Ausbildungsprinzip angesehen wird. Darin geht es u.a. darum, den Nachwuchskickern Werte zu vermitteln, Selbstvertrauen zu schaffen und den Teamgedanken zu stärken.

Grundsätze zu den Einsatzzeiten der Spieler (Feldspieler und Torwarte)

Grundsätzlich sollen alle Spieler der Kader im Jugendbereich auf eine adäquate Einsatzzeit kommen. Aufgrund formaler Bestimmungen (begrenztes Auswechselkontingent in Meisterschaftsspielen) sind hier Freundschaftsspiele und Turniere zu nutzen, um dem gesamten Kader Einsatzzeit zu gewähren. In den Teams, die als Jungjahrgänge am Spielbetrieb teilnehmen, werden die älteren Spieler, die nicht genügend Einsatzzeit in ihren Teams bekommen, bevorzugt eingesetzt. Dies erfolgt immer in Absprache zwischen den zuständigen Trainern und den Verantwortlichen des NLZ!

a. formelle Grundsätze für die Torhüter

* Bis zur U10 sollte kein spezieller TW ausgebildet werden, sondern immer wechselnden Kindern die Spielerfahrung auf dieser Position ermöglicht werden. Mit beginnender Spezialisierung (U12) gilt auch hier der Grundsatz für Feldspieler, dass adäquate Einsatzzeiten zu gewährleisten sind.

b. Objektives Überwachungssystem für die Spielzeiterfassung der Feldspieler

* Alle Spielzeiten sind minutiös auf den geforderten Spielberichten der Mannschaften ab der U 12 dokumentiert. Diese werden nach Bedarf in Tabellen festgehalten und für die Auswertungsgespräche mit den Spielern genutzt!

c. Sämtliche Feldspieler (bis U14) bekommen bei jedem Spiel mindestens 50% der Gesamtspielzeit

Ziele

Aufgrund der Ausbildungsphilosophie, aber auch der finanziellen Möglichkeiten des Vereins, besteht die primäre Aufgabe des Klubs darin, die „Eigengewächse“ an die 1. Mannschaft heran zu führen. Die Jugendarbeit steht also im Gegensatz zur Verpflichtung externer Spieler klar im Vordergrund.

Dass dieser Weg bisher erfolgreich war, beweist u.a. die Tatsache, dass viele junge Spieler aus der Jugend des Vereines nun bei der 1. Mannschaft, sowie bei der U23 für den SC Rot-Weiß Oberhausen aktiv sind. Aus diesem Grund findet auch einmal wöchentlich ein "Talenttraining" für Spieler aus U17-U23 unter Anleitung des Cheftrainers der 1. Mannschaft statt, der den Jugendspielern die Möglichkeiten aufzeigen soll, den Sprung in den Lizenzkader zu schaffen.

Verhaltenskodex

Spieler

Wir fordern von unseren Spielern…

  • Respekt, gegenüber Mitspielern, Gegnern, Trainern, Betreuern, Schiedsrichtern und
    den Vereinsmitarbeitern
  • Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Toleranz , Offenheit, Disziplin, Kritikfähigkeit
  • Ausübung des Fair-Play-Gedankens
  • Identifikation mit Verein und Mannschaft
  • Selbstbewusstes, aber höfliches und freundliches Auftreten auf und auch außerhalb
    des Platzes
  • Leistungsbereitschaft in Schule, Ausbildung, Training und Wettkampf

Verhaltenscodex, spezielle Verhaltensregeln für Spieler:

  • von unseren Jugendspielern erwarten wir Identifikation mit den Zielen und Werten des SC Rot-Weiß Oberhausen
  • Gebrauch und Verwendung von leistungssteigernden Mitteln (Doping) ist zu unterlassen. Doping verstößt gegen den Fairplay-Gedanken und gefährdet die eigene Gesundheit
  • die Nutzung von Mobiltelefonen während des Trainings- und Spielbetriebs ist untersagt
  • jeder Spieler geht mit Vereinseigentum, Eigentum von Mitspielern und Mitarbeitern verantwortungsbewusst um und schützt es vor Verlust, Missbrauch und Diebstahl
  • jeder Spieler wir angehalten, das eigene Trainingsgelände und den Kabinentrakt sauber zu halten, zudem ist das Ballspielen im Kabinentrakt untersagt
  • Respekt, gegenüber Mitspielern, Gegnern, Trainern, Betreuern, Schiedsrichtern und den Vereinsmitarbeitern
  • Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Toleranz, Offenheit, Disziplin, Kritikfähigkeit
  • Ausübung des Fair-Play-Gedankens
  • Selbstbewusstes, aber höfliches und freundliches Auftreten auf und auch außerhalb des Platzes
  • Leistungsbereitschaft in, Schule, Ausbildung, Training und Wettkampf

Trainer/Mitarbeiter/Betreuer

Die Trainer/Betreuer...

  • besitzen eine Vorbildfunktion.
  • respektieren in allen Verhaltensweisen die Grundsätze des Fairplay, insbesondere beachten sie die Ordnungen des DFB
  • Dieser Rolle sollten sie stets bewusst sein und sich dementsprechend verhalten.
  • sollen sich mit dem Verein identifizieren und dieses in Ihrer Außendarstellung mit berücksichtigen.
  • sollten immer bemüht sein, auf dem neuesten Ausbildungsstand zu sein.
  • beachten die gleichen Regeln, wie die der Spieler, um diesen das Ganze vorzuleben (Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Toleranz, Offenheit, Respekt, Disziplin, Kritikfähigkeit, höfliches und freundliches Auftreten)

Eltern und Zuschauer

Wir fordern von unseren Eltern und Zuschauern…

  • stets ein sportlich faires Auftreten gegenüber Trainern, gegnerischen Mannschaften und Schiedsrichtern.
  • Wir freuen uns wenn Eltern Ihre Kinder und Mannschaft unterstützen und anfeuern
  • Eltern und Zuschauern ist es untersagt, den Kabinentrakt zu betreten
  • Eltern und Zuschauer dürfen sich nicht in sportliche Belange der Trainer/Betreuer einmischen