Unser aktuelles Heimspiel gegen die U23 des 1. FC Köln

Wechsel auf der Kommandobrücke

Das war im Sommer mal wieder eine ganz enge Kiste für die Zweitvertretung des Efzee. Letztendlich konnte die Klasse in der Regionalliga nur gehalten werden, weil sich Meister Sportfreunde Lotte in der Relegation einen Startplatz in der dritten Liga sichern konnte. Die eigentlich abgestiegenen Kölner schnappte sich den freien Platz. Damit musste sich Nachwuchsleiter Jörg Jakobs auch nicht mehr mit Gedankenspielen plagen, die einen Rückzug der zweiten Mannschaft bei einem möglichen Abstieg vorsahen. Ganz im Gegenteil. Mit Roman Prokoph (Hannover 96) sowie Michael Klauß (VfR Ahlen) wurden der jungen Mannschaft ganz erfahrene Spieler an die Seite gestellt, die sich zu absoluten Leistungsträgern entwickeln sollten.

Mit 15 Treffern steht Prokoph hinter Mike Wunderlich und Lucas Muskulus ganz oben auf der Torjägerliste der Regionalliga West. Doch auch bei der Besetzung des Trainerpostens war die Uhr für Experimente am Geißbockheim im vergangenen Sommer abgelaufen. Für den unerfahrenen Martin Heck wurde Stefan Emmerling verpflichtet, der zuletzt als Scout für Hertha BSC Berlin unterwegs war. Doch der 50-Jährige erhielt nach einer erfolgreich absolvierten Hinrunde das Angebot, die Talfahrt des Ex-Bundesligisten SC Paderborn zu stoppen. Zumindest soll er fortan versuchen, den Westfalen nach zwei Abstiegen in Folge den Klassenerhalt in Liga Drei zu sichern. Die Verantwortlichen in Köln legten Emmerlig keine Steine in den Weg, sondern sondierten gleich den Trainermarkt auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Zuerst einmal baute man in Köln interimsweise auf den bisherigen Co-Trainer Patrick Helmes, der nach nur zwei Wochen zum Chefcoach zumindest bis zum Sommer 2017 befördert wurde. Ihm zur Seite wurde Uwe Fecht gestellt, der zuletzt für Alemannia Aachen und den KFC Uerdingen tätig war. Der Ex-Profifußballer kennt die Regionalliga im Allgemeinen und RWO durch zahlreiche Spielbeobachtungen im Stadion Niederrhein im Speziellen in und auswendig und dürfte für seinen neuen Chef sicherlich ein paar ganz nützliche Ratschläge parat haben. Zum Verhältnis Fecht – Helmes gibt es da noch eine kleine Anekdote am Rande. In der Saison 1982/83 spielten Abwehrspieler Fecht und Stürmer Helmes gemeinsam für den MSV Duisburg in der 2. Liga. Stürmer Helmes hieß damals Uwe mit Vornamen und ist der Vater vom jetzigen FC-Chefcoach Patrick Helmes.

Egal, Schnee von gestern. Die U23 unseres aktuellen Gegners spielt eine sehr gute Runde, und ist im Vergleich zur Vorsaison ganz, ganz weit weg von der Abstiegszone der Regionalliga West. Aber auch die „Kleeblätter“ haben noch ganz gute Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen im Franz-Kremer-Stadion. Durch Treffer von Simon Engelmann und Patrick Bauder konnte das Team von Mike Terranova beim 2:1-Erfolg den ersten „Dreier“ der Saison verbuchen.

Aktuell

Regionalliga West: 23. Spieltag