Unser kommendes Heimspiel gegen den Bonner SC

Kein typischer Vertreter der Mittelrheinliga

Nun, in den vergangenen Spielzeiten standen die Aufsteiger aus der Oberliga Mittelrhein nicht im Verdacht, in der Regionalliga West größere sportliche Akzente setzen zu können. Ob man den FC Hennef 05 oder den FC Wegberg-Beeck nimmt, beide Clubs waren nach ihrem jeweiligen Aufstieg zwar emsig bemüht, konnten auch immer wieder Nadelstiche setzen, doch letztendlich blieb nur der letzte Tabellenplatz und der sofortige Wiederabstieg mit doch respektablem Abstand zu den Nichtabstiegsrängen. Doch allen war klar, dass dies mit dem Bonner SC etwas anders werden würde.

Nach dem Insolvenzantrag aus dem Jahr 2010 und der daraus resultierenden Lizenzverweigerung für Regional- sowie NRW-Liga, nahm der Club erst einmal nur mit der 2. Mannschaft sowie den Jugendmannschaften am Liga-Spielbetrieb teil.

Altlasten von 8 Millionen Euro konnten in der Folgezeit abgebaut werden, und sportlich nahm man in der Spielzeit 2011/12 den Betrieb in der Landesliga wieder auf um nach nur einer Spielzeit in die Mittelrheinliga aufzusteigen.

Zwar mussten die „Rheinlöwen“ erst noch dem FC Wegberg-Beeck den Vortritt lassen, doch in diesem Sommer war es dann soweit. Mit sieben Punkten Vorsprung sicherte sich das Team den Aufstieg in die Regionalliga West.

Doch mit dem Feiern hielten sich Trainer Daniel Zillken und BSC-Manager Thomas Schmitz nicht lange auf. Zügig und gezielt wurde ein spielerisch starker Kader zusammen gestellt, der so ganz nebenbei auch nicht zu viel kosten durfte. So betonte Thomas Schmitz, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen niemand in der ehemaligen Bundeshauptstadt vom Fußball leben könne. Job, Ausbildung oder Studium, erst am Abend wird trainiert. Zu den Ausnahmen dürfte Connor Krempicki gehören, der sich nach mehreren Anwerbeversuchen des Vereins im Sommer entschloss, von Viktoria Köln zum Bonner SC zu wechseln.

Der ehemalige Schalker hatte bei der Viktoria keine gute Zeit, und will sich selber wieder ins Schaufenster stellen, um am Ende der Saison wieder zu einem höherklassigen Verein wechseln zu können. So steht Krempicki auch für den Höhenflug des Aufsteigers aus dem Sportpark Nord. Als Torschütze und vor allen Dingen Vorbereiter konnte er sich bereits einige Male sehr gut in Szene setzen. Dankbarer Abnehmer seiner Flanken ist dann auch gerne Stürmer Lucas Musculus, der mit elf Treffern die Torschützenliste der Regionalliga West anführt.

Doch trotz eines sehr guten Starts in die Liga, bleibt man in Bonn vorsichtig und ruft erst einmal den Klassenerhalt als erstes Saisonziel aus. „Haben wir 40 Punkte zusammen“, so Manager Schmitz, „können wir uns über andere Ziele immer noch Gedanken machen.“ Ein berechtigter Einwand, denn zuletzt lief es nicht mehr ganz so gut bei unserem heutigen Gast.

Die letzten vier Spiele konnten allesamt nicht gewonnen werden.

Los geht´s am Samstag, den 08.10.2016 um 14 Uhr im schönsten Stadion der Welt!

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