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15. Spieltag, 06.12.2009
RW Oberhausen - TSV 1860 München 0:1 (0:0)


Der Nikolausstiefel für die „Kleeblätter“ blieb leer. Am 15. Spieltag der 2. Bundesliga musste sich der SC Rot-Weiß Oberhausen dem TSV 1860 München vor 4.368 Zuschauern 0:1 (0:0) geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger kassierte die vierte Niederlage in Folge, der Abstand zu Relegationsplatz 16, den die TuS Koblenz (1:5 gegen St. Pauli) belegt, blieb jedoch unverändert bei acht Punkten.

„Der Knackpunkt war die Phase vor dem 0:1, als wir das Spiel kontrolliert hatten, aber gute Chancen nicht zur Führung nutzen konnten“, ärgerte sich Luginger über die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive: „Da muss man auch mal so ein Ding reinmachen, das hätte uns Sicherheit gegeben.“

Immer wieder angetrieben durch den starken Moritz Stoppelkamp, der auf der rechten Außenbahn für Oliver Petersch zum Einsatz gekommen war, lag den RWO-Fans der Torschrei zwei Mal schon auf den Lippen. Doch Mike Terranova (57.) sowie „Terra“ und Ronny König im Doppelpack (60.), jeweils nach einer scharfen Stoppelkamp-Flanke, brachten den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Münchner Torlinie.

Stattdessen bissen die „Löwen“ gnadenlos zu, mit tatkräftiger Unterstützung der „Kleeblätter“. Eine Freistoß-Flanke von Alexander Ludwig bugsierte Pechvogel Marinko Miletic mit der Schulter zum 1:0-Siegtreffer (63.) für die Gäste ins eigene Netz. Doppelt bitter: für das Foul, das zu diesem Freistoß geführt hatte, sah Heinrich Schmidtgal seine fünfte Gelbe Karte und fehlt beim Auswärtsspiel in Düsseldorf.

„Die Viertelstunde nach der Pause haben wir gewackelt und Glück gehabt, dass RWO nicht getroffen hat, allerdings haben wir durch die Führung Ruhe ins Spiel bekommen und letztendlich das Spiel bis zum Schluss kontrolliert“, so 1860-Trainer Ewald Lienen.

RWO packte in der letzten halben Stunde die Brechstange heraus, ohne jedoch die Münchner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Lediglich Miletic hätte seinen Fauxpas in der Nachspielzeit wieder gutmachen können, doch sein Kopfball nach einer Ecke des eingewechselten Marcel Landers war zu unplatziert, so dass „Löwen“-Torwart Gabor Kiraly den Sieg festhalten konnte (90.+1).

Dabei hatten die „Kleeblätter“ die Partie gut begonnen. Im Gegensatz zu den etwas blutarmen Vorstellungen gegen Frankfurt (1:3) und in Cottbus (0:3) präsentierten sich die Rot-Weißen in allen Belangen stark verbessert. Lauffreudig, aggressiv, zweikampfstark und mit Siegeswillen. Gerade die Rückkehr des lange verletzten Tim Kruse stabilisierte das RWO-Mittelfeld.

So boten die Platzherren eine engagierte Vorstellung, aber die defensiv kompakten Gäste besaßen die besseren Chancen. So hätte der „Löwen“-Pappas, der sich packende Duelle mit seinem Namensvetter, dem „RWO“-Pappas, lieferte, seine Farben schon im ersten Durchgang deutlich in Front bringen können. Doch er scheiterte zwei Mal am glänzenden Sören Pirson (25./45.) und schoss ein Mal knapp daneben(4.). Auf der anderen Seite flog ein König-Kopfball knapp am Tor vorbei (30.).

„Was Kampfgeist und Einsatz angeht, kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, das war eine Steigerung gegenüber den letzten Wochen. Daran müssen wir nun wieder anknüpfen“, forderte Luginger, während Kapitän Markus Kaya unterstrich: „Wir haben genug geredet, jetzt müssen Taten folgen.“

RW Oberhausen: Pirson – D.Pappas, Miletic, Gordon, Embers – Stoppelkamp, Kaya, Kruse, Schmidtgal – König, Terranova

TSV 1860 München: Kiraly – Rukavina, Felhi, T.Hoffmann, Holebas – Aigner, Ignjovski, Ludwig, C.Pappas – Rösler, Lauth

Tore: 0:1 Miletic (63., Eigentor)

Auswechselungen: 71. Landers für Kruse, 78. Tullberg für König, 78. Schönfeld für Stoppelkamp - 73. Marcos Antonio für Aigner, 84. Stahl für Ludwig, 90.+1 Biancucchi für Pappas

Schiedsrichter: Christian Fischer (Hemer)

Zuschauer: 4368

Gelbe Karten: Gordon, Schmidtgal, D.Pappas – Ludwig

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