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13.02.2009 20. Spieltag RW Oberhausen - FC St. Pauli 3:2 (3:1) Keine Kohle schlägt Kult-Klub
Keine Kohle, aber die Punkte in der Tasche! Gegen den Kult-Klub vom Kiez kam der SC Rot-Weiß Oberhausen am 20. Spieltag der 2. Bundesliga nach einer wahren Malocherschicht zu einem hart erkämpften und hochverdienten 3:2 (3:1)-Sieg. Während der FC St. Pauli nach dem vierten sieglosen Spiel in Serie mit 28 Zählern auf Tabellenplatz neun rangiert, kletterten die „Kleeblätter“ mit nunmehr 25 Zählern zumindest bis Sonntag auf den elften Platz.
Nach einer dramatischen Schlussphase rissen die Spieler und Fans des SC Rot-Weiß Oberhausen nach dem Abpfiff erleichtert die Arme in den Himmel. „Wir können nicht unspannend“, atmete auch der RWO-Vorsitzende Hajo Sommers durch.
Dabei hatte es nach gut 20 Minuten gar nicht nach einer Nervenschlacht ausgesehen. Die „Kleeblätter“ überrollten die Kiez-Kicker regelgerecht und lagen 3:0 in Führung. Nach zwei torlosen Unentschieden zum Jahresauftakt gegen die TuS Koblenz und beim FC Ingolstadt 04 überzeugten die Rot-Weißen durch schnelles und kombinationssicheres Offensivspiel, das bereits nach vier Minuten mit dem 1:0 belohnt wurde. Einen Schuss von Markus Heppke fälschte Paulis Fabian Boll unhaltbar für Torwart Mathias Hain ab.
Knapp sechs Minuten später musste Hain erneut den Ball aus seinem Tor holen. Und dieses Mal war er selbst Schuld. Nach einem sehenswerten Konter lief Mike Terranova allein auf Hain zu, der den RWO-Stürmer nur per Foul stoppen konnte. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus entschied auf Strafstoß, den Markus Kaya sicher zum 2:0 (10.) verwandelte.
Die Braun-Weißen waren geschockt, RWO wie im Rausch. Terranova setzte sich mustergültig gegen Benjamin Weigelt durch und in der Mitte musste Heppke nur noch zum 3:0 (20.) einschieben.
„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie nach vorne spielen und Tore erzielen kann. Das wurde ja zuletzt von einigen bezweifelt, doch die Jungs haben es eindrucksvoll widerlegt“, freute sich RWO-Trainer Jürgen Luginger.
RWO kontrollierte bis zur Pause das Geschehen, schaltete jedoch den ein oder anderen Gang zurück, so dass die Hamburger kurz vor der Pause zum 1:3-Anschlusstreffer durch Filip Trojan (43.) kamen. Luginger: „Das darf uns nicht passieren.“
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste besser ins Spiel, während sich RWO weit zurückzog und auf Konter lauerte. „Nach der Pause haben wir zu wenig nach vorne gespielt und uns zu weit hinten reindrängen lassen. Wenn wir unsere Konter besser nutzen und das vierte Tor machen, müssen wir nicht mehr bis zum Schluss zittern“, so Luginger.
Nach knapp einer Stunde wurde es hektisch. Rouwen Hennings erzielte per Freistoß aus 20 Metern das 2:3 (58.), doch die Schiedsrichterin Steinhaus ließ den Freistoß wiederholen, weil Oberhausens Kim Falkenberg zu früh aus der Mauer gelaufen war – Glück für RWO! Sieben Minuten vor dem Ende zeigte Steinhaus jedoch wieder auf dem Punkt zeigte. Nach einem vermeintlichen Foulspiel von Dimitrios Pappas an Björn Brunnemann. Trojan verwandelte zum 2:3-Anschlusstor (83.).
St. Pauli kam jedoch zu keiner Ausgleichschance mehr, während Terranova an Hain scheiterte (86.) und Steinhaus RWO einen weiteren Strafstoß verweigerte, nachdem Hain Lüttmann gefoult hatte (90.).
Doppeltorschütze Markus Heppke: „Wir haben immer an uns geglaubt und haben letztendlich verdient gewonnen.“ Pauli-Trainer Holger Stanislawski gratulierte RWO zum verdienten Sieg: „Bei uns gab es in den ersten 30 Minuten kein zweitligataugliches Abwehrverhalten. Da brauchen wir keine Ausreden wie die Schiedsrichterin suchen, das wäre zu einfach und zu billig. Mit dieser Leistung hatten wir keinen Punkt verdient.“
RW Oberhausen: Pirson – Pappas, B. Reichert, Schlieter – Falkenberg, Kaya (84. de Cock), T. Kruse, Embers - Terranova, Heppke (76. Landers) – Nöthe (71. Lüttmann).
FC St. Pauli: Hain – Rothenbach, Morena, Gunesch, Weigelt (23. Drobo-Ampem) – T. Schultz, Boll – F. Bruns (84. A. Ludwig), Hennings (79. Brunnemann), Trojan – Sako
Tore: 1:0 Heppke (4.), 2:0 Kaya (10. Foulelfmeter), 3:0 Heppke (20.), 3:1 Trojan (43.), 3:2 Trojan (81. Foulelfmeter). - Schiedsrichterin: Steinhaus (Hannover). - Zuschauer: 7.952. - Gelbe Karten: Kaya, Falkenberg – Hain.
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